24.02.2026

Unser Frühlings Quilt-Wochenende

 Modern Cologne Bees in Rheidt – Ein kreatives Frühlingswochenende

Wir hatten unsere Bee-Freundinnen wieder einmal zu unserem Frühlings-Nähwochenende eingeladen. Am Freitag kamen die ersten Bees angereist: aus München, Dellbrück, Werther, aus den Niederlanden, aus dem Westerwald und natürlich aus dem Köln-Bonner-Raum. Am ersten Abend ging es um Erzählen und Ankommen. 


Ein Gruppenbild ohne Judith


Am Samstag ging es dann in Rheidt los.

Der Saal war wie immer eine grandiose Lokalität. Wir hatten Platz ohne Ende und genug Licht war auch da. Und es war wie immer EIN TOLLES WOCHENENDE!!!

Unser Raum an dem Wochenende


Jede konnte nähen, was sie wollte. Es wurde viel geschafft, viel erzählt, viel gebügelt und auch manchmal einfach Musik gehört. 



Brigitte überlegt  ganz angestrengt 


Hin und wieder gab es Stau am Bügelbrett...


Bügeln gehört dazu

Auf dem Boden heften ist nicht so schön, aber zu zweit geht es einfach besser.





An der Designwand wurden Blöcke fleissig hin- und hergeschoben.








Und auch die Verbindung zur Außenwelt ist wichtig




Am Sonntag gab es ein Show-and-Tell mit unseren nicht-mehr-UFOs. Da haben alle ganz gespannt zugeschaut. Die gezeigten Quilts waren so verschieden wie unsere Gruppe. 


Hier zeigen wir eine Auswahl der Quilts. Die meisten waren durch unsere UFO-Challenge fertig gestellt worden.


Quilts von Kerstin, Judith und May




Quilts von May, Alex und Dagmar




Quilts von Karin und Martina



Judith bei der Arbeit




Renate freut sich über die schönen Blöcke


Ruckzuck war das Wochenende vorbei. Was bleibt ist eine schöne Erinnerung und genug Motivation, um in den nächsten Wochen weiterzumachen und die UFOs  fertigzustellen.

Bis bald

Martina 

und die Modern Cologne Quilter

05.02.2026

UFOs fertigstellen mit KISS – entscheiden, anfangen, quilten

Nach dem ersten fertigen UFO steht sofort die nächste Frage im Raum: 

Wie ich entscheide, welches Quilt-Top als Nächstes dran ist

Darüber haben wir uns in unserer UFO-Gruppe der  Modern Cologne Bees  unterhalten und sind zu einer "5-Stufen-Entscheidung" gekommen. 


1. Die wichtigste Frage zuerst
Bevor es um Technik oder Planung geht, stelle ich mir folgende Frage:
Habe ich im Moment Lust auf dieses Quilt-Top?

Unwichtig ist: Ist es das älteste, das schwierigste oder das „vernünftigste“.
Sondern: Fühlt es sich jetzt richtig an?

Alles, was sich im Moment falsch anfühlt, legen wir zurück auf den UFO-Stapel. Irgendwann ist es auch für dieses UFO die richtige Zeit - nur eben jetzt nicht. Es gibt deshalb keinen Grund für schlechtes Gewissen. 


2. Ein Quilt, der machbar ist
Das nächste Projekt muss überschaubar sein. Kein Riesenquilt, kein kreatives Experiment, bei dem man jede Entscheidung neu treffen muss.
Wir möchten alle ungefähr wissen, wohin die Reise geht – auch beim Quilting.

Machbar heißt aber nicht langweilig.
Machbar heißt: anfangbar. Es soll losgehen.


Quilt-Tops, die gequiltet werden sollen
Mays Tops



3. Technische Voraussetzungen 
Karin und May stellten fest: Bevor sie sich entscheiden, schauen sie ganz pragmatisch:

  • Passt die Größe des Tops gut auf ihren Nähtisch und unter die Maschine?

  • Haben sie ein Quilting im Kopf, das sie technisch umsetzen können?

  • Brauchen sie dafür neues Zubehör oder lange Vorbereitung?


Ein Stapel Vlies, das für die Tops bereitgelegt wurde -bewacht von einer Katze
Ein Stapel mit Vlies wird bewacht


Wenn man erst aufrüsten (Tisch ausziehen), recherchieren oder viel planen müsste, ist dieses Top noch nicht dran.
Manchmal lassen sie den großen Tisch bewusst stehen und quilten mehrere Tops hintereinander – dann bleiben Maschinen und Arbeitsfläche in „Quilt-Position“ und der Einstieg fällt leichter. 

Karin und May verfahren gerne nach dieser Taktik: Ist der große Quilt-Tisch aufgebaut, werden direkt mehrere Tops gequiltet.


4. Den Angstfaktor ehrlich prüfen
Eine wichtige Frage ist für mich, Martina:
Habe ich Angst, diesen Quilt kaputt zu quilten?

Wenn der Druck zu groß ist, blockiert mich das. Dann bleibt das Top liegen – manchmal jahrelang.
Für das nächste Projekt wähle ich bewusst ein Top, bei dem ich entspannter bin. Inzwischen merke ich auch, dass nach dem 2. gequilteten Top meine Hemmschwelle sinkt...


5. KISS – keep it simple
Karin hat wirklich den Clou gebracht: Sie sagt, "wenn ich merke, dass ich nicht weiterkomme , hilft mir das KISS-Prinzip."
Für die Entscheidung reichen ihr drei Fragen:

  • Habe ich jetzt Lust auf dieses Top?

  • Kann ich es mit dem umsetzen, was ich schon kann und habe?

  • Traue ich mich, es einfach zu quilten – ohne Perfektionsanspruch?

Wenn alle drei Antworten Ja sind, ist die Entscheidung gefallen.
Mein nächster Quilt muss nicht der beste sein – nur der, bei dem ich schnell anfangen möchte.

Perfektionismus bewusst ausblenden

Wenn alles perfekt zum Quilt passen soll, bleibt ein Top bei mir schnell liegen. Das kenne ich gut.
In solchen Fällen hilft mir ein einfacher Ansatz: lieber ruhig und reduziert quilten – gerade Linien, einfache Muster – als gar nicht anzufangen.


Mein persönliches Fazit

Ich entscheide mich nicht mehr nach Pflicht oder Reihenfolge.
Ich entscheide mich nach Lust, Machbarkeit und einem guten Gefühl für den nächsten Schritt. 

Mit KISS wird das Top endlich zum fertigen Quilt.

Technisch brauche ich dafür nichts Neues – nur eine Entscheidung, die mir das Anfangen leicht macht.
Alles andere kann warten.

Mein zweites Top ist inzwischen gequiltet - dank KISS! Denn KISS funktioniert wirklich! Ich merke, dass ich entspannter an die Tops gehe.





28.01.2026

Quilt-UFOs – unsere Wege zum fertigen Quilt

 Stapel von unfertigen Quilts (Unfinished Objects=UFOs) blockieren irgendwann bei vielen Quilterinnen das Nähzimmer.  Manche verschwinden in Kisten und kommen erst nach Jahren wieder zum Vorschein, andere schauen einen permanent an und rufen "Bitte mach mich fertig!" Zumindest ist es bei mir so. Ich bin in meinem Hobby-Bereich super undiszipliniert. Und diese UFO-Stapel existieren  wirklich bei mir.






Angefangene Quilts stapeln sich, neue Ideen drängen sich dazwischen, und plötzlich ist der Schrank voll mit Projekten, die nie fertig werden. Du nickst? Puh, da bin ich froh, denn dann sind wir nicht allein.  


UFOs - ein  Wohlstands-Problem


Wenn ich so die Blogs und Webseiten zu diesem Thema lese, dann beschleicht mich das Gefühl, dass das ein Problem von Quiltern ist, die schon jahrelang in diesem Hobby unterwegs sind. Als Anfängerin habe ich dieses Problem überhaupt nicht verstanden. 

In gewisser Weise ist es sicher auch eine Geschichte unserer Wohlstandsgesellschaft. Die Frauen im 19. Jahrhundert kannten diese UFO-Berge sicher nicht. Sie haben für ihren echten Bedarf genäht und die Projekte zu Ende gebracht. Sie hatten natürlich auch nicht diese Wahnsinns-Ideen-Maschine namens Internet. Hier kommt gefühlt jeden Tag ein tolles Projekt vorbeigeflogen.

Ich habe erst kürzlich wieder ein Foto von einigen der vielen unfertigen UFOs gemacht. Bei mir sind es meistens schon fertige Quilt-Tops, die NUR noch gequiltet werden müssen. Aber auch diesen Schritt finde ich schwierig, denn das Quilting kann einen Quilt zu einem Traum-Quilt machen oder zu einer "Hunde-Decke". (Ich habe keinen Hund...)

Aber wie kann ich mich nun motivieren zumindest ein paar Quilts fertigzumachen? Gibt es eine gute UFO-Strategie? Bei dem Wort Strategie musste ich lachen...ich bin überhaupt nicht strategisch veranlagt.


Was sind eigentlich UFOs im Quilten?

UFOs sind UnFinished Objects, also begonnene Projekte, die im Regal oder in Kisten liegen und darauf warten, beendet zu werden. 

Sie unterscheiden sich von WIPs (Work in Progress): Ein WIP ist noch aktiv in Arbeit, während ein UFO meist schon länger unangetastet bleibt. Gründe gibt es viele – von fehlender Zeit über technische Hürden bis hin zu neuen viel schöneren Projekten. 

Wie komme ich von diesen UFO-Bergen herunter? 

Wie kriege ich mich dazu, die UFOs fertigzustellen?

Und wie sortiere ich die UFOs?

Wie versuche ich mich zu überreden, nix Neues anzufangen, sondern die UFOs fertigzumachen?

Und noch während ich das hier tippe, denke ich, dass das alles doch wirklich unmöglich ist: eine echte Wohlstandsmacke! 


Warum lohnt es sich, UFOs fertigzustellen?

Auch hier gibt es ganz viele UFO-Beseitiger, die mir schon oft die Gründe genannt haben:
  • Ein gutes Gefühl: Das Gefühl, einen Quilt fertigzustellen, ist unbezahlbar. Stolz und Freude motivieren für Neues.
  • Praktische Vorteile: Weniger Chaos im Nähzimmer, mehr Platz und Übersicht. Endlich gibt es einen neuen Quilt 
  • Nachhaltigkeit: Anstatt ständig  neue Stoffe zu kaufen, nutzt du deine bestehenden Projekte sinnvoll. (Ich muss hier hinzufügen, dass dieses Argument für einige gelten mag, für mich ist das nur theoretisch: der Nachhaltigkeits-Gedanke dominiert bei mir im Nähzimmer eindeutig nicht. Hier geht es nur um meinen Spaß.)
Wenn das alles keine guten Gründe sind?!
Und hier kommen auch direkt die passenden Strategien für die Umsetzung:

Die 5 besten Strategien, um UFOs abzuschließen

Ich habe inzwischen genug Finish Alongs mitgemacht, um die Argumente für die UFO-Fertigstellung im Schlaf aufsagen zu können:

1. Projekt-Übersicht und Prioritäten setzen

Nimm dir Zeit für eine Bestandsaufnahme: Welche UFOs gibt es? Schreibe eine Liste, bewerte Aufwand und Nutzen. 

Manche Projekte dürfen fertig werden, andere kannst du vielleicht auflösen und die Stoffe weiterverwenden. Aus einem angefangenen Quilt-Projekt könnten auch ein paar Kissen entstehen.


2. Kleine Schritte statt Mammutprojekt

Quilten muss kein Ganztagesprojekt sein. Plane dir 15 Minuten-Blöcke ein. Nähe Block für Block. Kleine Erfolge summieren sich – und plötzlich bist du fertig.


3. Motivation durch Community & Challenges

Gemeinsam geht es leichter! Schließe dich UFO-Challenges, Quilt-Alongs oder Online-Gruppen an. Ein Accountability-Partner kann dir helfen, dranzubleiben. Teile deine Fortschritte auf Social Media oder im Blog – das motiviert doppelt. Soweit die Theorie!






Das ist eine Strategie, die bei mir manchmal funktioniert: Auch in diesem Jahr habe ich mich unserer MCQ-UFO-Challenge angeschlossen. Und das obwohl die UFO-Challenge im letzten Jahr für mich ein Flop war: Ich hatte nur 1 UFO von  6 UFOs, die ich mir vorgenommen habe, fertig. Auch mit Druck und Gemeinschaft klappt es bei mir also nicht immer ;(


4. Organisation & Planung


Hinweise zur Organisation der UFOs gibt es viele:

  • Verstaue jedes UFO in einer eigenen Projektkiste oder in einem Beutel. 
  • Lege eine To-Do-Liste bei: Muss noch gequiltet, das Binding angenäht oder das Top zusammengesetzt werden? 
  • Es gibt Apps, die die Projekte auflisten und die einzelnen Aufgaben der Projekte verzeichnen. 
  • Gibt es UFOs, die du nicht fertigstellen möchtest? Dann nutze die Blöcke für andere Ideen. Mach Kissen daraus oder Taschen. 
  • Ich habe Karteikarten mit einem Bild des UFOs. Darauf steht meistens das Startdatum des Quilts, die Designerin usw. Manchmal steht da  auch nach gefühlt Hundert Jahren das Datum der Fertigstellung...


5. Belohnung & Mindset

Bei vielen UFO-Aktionen gibt es noch weitere Gründe zum Motivieren:

  • Setze dir kleine Belohnungen, wenn etwas fertig wird.
  • Erst wenn ein UFO fertig ist, darf ein neues Stoffprojekt begonnen werden. 
  • Feiere deine Erfolge – poste Fotos, schreibe einen Blogbeitrag oder gönne dir etwas Schönes.
  • Du wirst von den anderen UFO-"Töterinnen" gelobt
  • Erinnere dich: Jeder Stich bringt dich deinem Ziel näher!
  • Mindset: Better Done than Perfect!


Wie behält man den Überblick? (Tools & Hilfsmittel)

Wie behalte ich nun den Überblick in meinem kreativen Chaos? Oder besser gesagt, wie versuche ich den Überblick zu behalten?

Unser UFO-Liste für die Challenge in 2026



Im professionellen Bereich würde man nun sagen, dass es alles eine Frage des richtigen Projektmanagements ist. Zur Verwaltung der vielen Projekte gibt es verschiedene Systeme, um den Überblick zu behalten:
  • Projektmappen oder 
  • Checklisten für den Überblick (s. unsere Checkliste)
  • Apps oder Programme 
  • klassisches Notizbuch für Fortschrittsplanung
  • ich nehme Karteikarten: Da klebe ich Fotos drauf. Ich bin eher ein haptischer Mensch.


Wie ich meine UFOs Schritt für Schritt abarbeite: meine Fehler 


Tatsächlich bin ich, Martina, super wankelmütig: Mal mache ich das eine, mal das andere Projekt. Ich probiere vieles aus und meistens kommt mir ein neues interessantes Quilt-Projekt dazwischen und schon sind alle Listen, Karten und Notizbücher vergessen. Meistens geht es mir gut damit, manchmal mache ich mich selber wahnsinnig ;)

Ich weiß, dass es nicht gut ist, so viele Projekte anzufangen.
Ich weiß auch, dass der letzte Schritt, das Quilting, wichtig für die Quilt-Herstellung ist. Trotzdem fällt es mir schwer wie Angela Walters zu sagen: Done is better than perfect! Denn dafür sind die Stoffe zu teuer. Ich möchte einfach ein schönes Quilt-Endprodukt in den Händen haben.

Um es kurz zu sagen: Ich mache alle Fehler, die man machen kann:
  • Ich bearbeite zu viele Projekte gleichzeitig
  • beim Quilten suche ich nach dem perfekten Quilt-Muster für das Top und komme nicht weiter
  • auch die Sache mit den klaren Zielen klappt bei mir nicht. (Listen verliere ich)

Wie arbeiten es die andere MCQ-Quilterinnen ab?


Anfang 2025 hatten wir Modern Cologne Quilter uns Gedanken zum Abbau der UFOs gemacht. Das war interessant. Jede von uns hat eine andere Herangehensweise, aber jede von uns hat einen UFO-Stapel. Und jede geht anders an die Fertigstellung der UFOs heran:

May arbeitet konsequent mit Listen und festen Zielzahlen. UFOs-Abarbeiten ist das Jahresziel, neue Projekte werden bewusst ausgeschlossen. Dadurch ist der Anspruch hoch – Abschluss hat Priorität. 

Dagmar kennt ihre UFOs, setzt aber keine Zahlen. Sie vertraut auf den richtigen Moment und auf Eingebungen. Fertigstellung entsteht aus Motivation, nicht aus Verpflichtung. 

Martina verzichtet bewusst auf Listen und Druck. UFOs dürfen ruhen, bis die Idee klar ist. Quilten bleibt Spielwiese; neue Quilt Alongs sind ausdrücklich willkommen. (Das mit der Liste im Jahr 2025 hat überhaupt nicht geklappt)

Alex setzt auf realistische, kleine Ziele. Anerkennt vorhandene Blockaden bei Umsetzung und Disziplin, formuliert aber einen machbaren Anspruch (wenige fertige Quilts statt ambitionierter Zahlen).

Bei Karin, Renate, Kerstin und Sonja muss ich noch einmal nach ihrer Typisierung nachfragen.

Eine kleine Typen-Übersicht bei den MCQs


Super witzig war es, dass ChatGPT mir aus diesen Vorgaben vier UFO-Typen mit einem Namen erstellt hat:

Der Listen-Typ (May früher)
Braucht Überblick, Ziele und klare Ansagen – auch sich selbst gegenüber. UFOs sollen sichtbar bleiben, damit sie erledigt werden. Neue Projekte? Erst mal nein. Nicht immer entspannt, aber sehr konsequent.

Der Autonomie-Typ (May heute): 
Nutzt Ordnung und Listen bewusst als Werkzeug, um frei, eigenständig und ohne äußere Vorgaben kreativ zu arbeiten. 

Der Impuls-Typ (Dagmar)
UFOs sind da, dürfen warten – bis der Funke überspringt. Dann geht es plötzlich ganz schnell. Keine Zahlen, kein Druck, viel Vertrauen in den richtigen Moment.

Der Spielwiesen-Typ (Martina)
Listen verderben die Laune. UFOs dürfen liegen, neue Ideen dürfen kommen. Genäht wird, wenn es sich stimmig anfühlt. Quilten ist Freizeit, kein To-do-Punkt.

Der Realisten-Typ (Alex)
Weiß genau, was geht – und was nicht. Große Ziele schrecken eher ab, kleine Erfolge motivieren. Lieber drei Quilts schaffen als sich an zehn abzuarbeiten.


Noch mehr UFO-Typen

Aber es gibt noch viel mehr die vier Typen oben sind noch nicht alle! Es gibt noch viel mehr Typen. Hier musste ich wirklich Lachen. Denn angeblich  existieren diese Typen bereits in der Quilterwelt, sie haben nur bisher noch keinen Namen bekommen. Wir lassen sie nun alle aufleben und geben ihnen also erstmalig einen Namen. Das ist eine echte Premiere:

Der Archiv-Typ
UFOs sind keine Baustellen, sondern Ideenarchive. Jedes Projekt steht für einen Gedanken, eine Phase, einen Stofffund. Fertig werden ist schön, aber nicht zwingend notwendig.

Der Saison-Typ
Näht nach Stimmung, Jahreszeit oder Lebensphase. Im Winter Tops, im Sommer Quilten – oder auch gar nichts wegen Sommerpause. UFOs wandern mit den Jahreszeiten durchs Jahr.

Der Befreiungs-Typ
Will Altlasten loswerden. UFOs werden zügig fertiggestellt, verschenkt oder bewusst beendet. Abschluss fühlt sich befreiend an, fast wie ein Neustart.

Der Gemeinschafts-Typ
Alleine stockt es, gemeinsam läuft es. QALs, Bees und Challenges sind der Motor. UFOs werden dann fertig, wenn andere mitziehen.

Der Perfektionisten-Typ
Weiß genau, warum ein Projekt liegt: Es ist noch nicht richtig. Farben, Proportionen oder Technik brauchen Zeit. Fertig wird erst, wenn es wirklich stimmt.

Der Sammler-Typ
Stoffe, Muster, angefangene Projekte – alles gehört zusammen. UFOs sind Teil eines größeren Ganzen. Der Überblick ist da, auch wenn nicht alles abgeschlossen ist.

Der Minimalisten-Typ
Wenig Projekte gleichzeitig, dafür Fokus. UFOs entstehen selten, und wenn, dann werden sie bewusst und zeitnah beendet.

Ist das nicht der Wahnsinn??? Wir stecken unsere UFOs einfach in Typen-Schubladen und schon wissen wir Bescheid.

Und welcher UFO-Typ bin ich?

Wenn ich ehrlich bin: Ich bin nicht immer der eine Typ.
Mal stören mich UFOs gar nicht, mal möchte ich einfach etwas fertig machen. Manches wartet lange, anderes geht plötzlich ganz schnell. Und manchmal lasse ich mich eben doch von neuen Quilt Alongs mitziehen.

Für mich ist das in Ordnung. Quilten ist Freizeit, kein Pflichtprogramm. UFOs dürfen liegen – oder fertig werden, wenn es passt. UND ich habe den Platz, um meine UFOs abzulegen.


Ein UFO-Fazit

Meine UFOs machen mir kein schlechtes Gewissen. Wenn ich ein UFO in einen fertigen Quilt umwandle, freue ich mich. Wenn es nicht klappt, dann klappt es vielleicht im nächsten Jahr. Ich habe deshalb keinen Leistungsdruck. Ich bin ja der Typ Spielwiese ;)

Ich habe mir in diesem Jahr mindestens 12 UFOs auf meine To-Do-Liste gepackt. Das ist schon ehrgeizig und es gibt jetzt tatsächlich auf meiner Spielwiese eine Liste. Schaun wir mal, wie es weiter geht. Auf jeden Fall ist das ganz anders als in den letzten Jahren. Die Liste kann ich nicht verlieren: Sie steht im Modern Cologne Quilter Blog. Jetzt muss ich sie nur noch abarbeiten. Da geht gerade ein scharfer Wind über meine Spielwiese und meine Quiltblumen verbiegen sich ein wenig...

Übrigens: Kein Typ ist besser als der andere. 
Viele wechseln im Laufe der Jahre – oder je nach Alltag, Gesundheit, Zeitbudget oder Lust. Vielleicht wechsle ich bald vom Spielwiesen-Typ zum Listen-Typ. Wer weiß?!

Wie sieht es denn bei dir aus?
Hast Du Deinen UFO-Typ oben gefunden? Oder bist Du eine gute Mischung?
Welches UFO wirst du als Nächstes fertigstellen?
Oder hast Du gar keine UFOs?


Und jetzt haben wir erst mal was zu tun.

Viele Grüße von den

Modern Cologne Quilters
und Martina