Hallo,
auch im Februar waren wir weiter dabei unsere Stoffvorräte in wunderbare Projekte zu verwandeln.
Angeregt durch die Instachallenge #ichliebemeinenstash2019 haben wir einen tollen Einblick bekommen, wie es bei euch so an der Stoffvorratfront ausschaut. Danke, dass so viele von euch dabei waren.
Bei vielen von uns MCQs ist durch die Challenge einiges in Gang gekommen. Im Kopf hat es gerattert, im Nähzimmer wurde ausgeräumt, eingeräumt, umgeräumt und auch ordentlich ausgemistet.
Mich (Judith) persönlich hat es befreit alles ein wenig umzustruktieren und einiges auszumisten und die schönen Streichelstöffchen, die hier keine Verwendung mehr finden und eher Lagerware waren in gute Hände abzugeben, wo sie nun für Freude und Motivation neuer Nähprojekte sorgen.
Außerdem hat sich in meiner Resteschublade einiges getan. Sechs kleine Kisten aus stabilem Kunststoff dürfen nun für bessere Übersicht sorgen. So der Märzjunge will, denn wer sagte noch gleich was von Ordnung.... wo ausräumen doch viel mehr Freude bereitet.
Und wie sieht es nun an der Nähfront aus? Neue Projekte?
Genäht habe ich eigentlich nichts Neues. Das "Whirlygirlquilt"- Top musste fertig werden.
Aber danach war die letzten beiden Wochen ein bisschen Luft und ich habe aus den alleralleraller letzten Reste dieses schönen Stoffes ein one-hour-basket genäht. Das Basket stand schon so lange auf dem Nähplan, denn es wurde am Wickelplatz dringend benötigt. Jetzt ist es endlich da. Die schönen Stöffchen-Reste zweier FQ sind auch verarbeitet.
Außerdem hatte ich Lust die Ufos nochmal zu sichten. Wo fehlt noch was? Was braucht nur noch gequiltet zu werden? und so weiter und so fort.
Dabei hab ich endlich dieses glitzerige Kissentop in eine fertige Kissenhülle verwandelt. Da brauchte ich dann für die Rückseite auch nochmal einen FQ aus dem Stash.
Sprich es ist doch was rum gekommen und der Schrank wirkt trotzdem an vielen Stellen noch lange nicht leerer. Aber es muss ja nicht in einer Explosion passieren, sondern im Kleinen, Schritt für Schritt, sich selber zu überholen schadet nur der Motivation.
Dann also bis nächsten Monat und weiterhin fröhlichen Stash- Abbau.
Judith und die
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28.02.2019
09.06.2018
Behind the scenes: Christiane
Hätte mir jemand vor einigen Jahren erzählt, dass mein schönstes Hobby darin besteht, wunderschönen Designerstoff in kleine Einzelteile zu schneiden, um ihn anschließend wieder mühevoll zu etwas Neuem zusammenzunähen, ich hätte ihn vermutlich für verrückt gehalten. Aber genauso ist es gekommen.
Bis heute rätselt meine Familie von wem ich wohl dieses 'Kreativ-Gen' aus der Familie geerbt habe. Es muss wohl eine Generation übersprungen haben, denn von meinen Geschwistern hat keiner was mit Handarbeit am Hut. Dabei hatte ich schon früh, als einzige von vier Geschwistern, damit angefangen zu stricken und zu nähen. Zuerst habe ich Hosen und mir sogar schon mal ein Kostüm genäht. Aber nach dem Studium lagen meine kreativen Adern vorerst wieder für lange Zeit brach.
Erst als meine Tochter geboren wurde, fing ich an wieder meine Nähmaschine hervorzuholen. Und noch mal einige Jahre später, als ergab sich im Haus die Gelegenheit mir ein kleines Nähzimmer unterm Dach einzurichten.
Als ich in unserem kleinen Ort, dann tatsächlich ein Patchworkgeschäft entdeckt hatte, war ich von Modern Quilting noch lange entfernt, geschweige denn, dass ich wusste, was Patchwork und Quilting eigentlich war. Letztlich zog es mich aber immer wieder zu diesem Geschäft und eines Tages wurde dort ein Anfängerkurs von Heide Ulbrecht geleitet und so machte ich meinen ersten Sampler, den ich für meine Tochter genäht hatte, bei ihr.
Es folgten noch einige Babyquilts und ich entdeckte das Handquilting. Hier ein Babyquilt mit Tilda Stoffe und mit handgequilteten Motiven.
Neben Babyquiltdecken fing ich an, Namenkissen für neue Erdenbürger zu nähen, die ich bis heute zur Abwechslung ganz gerne nähe.
Mein zweiter Quilt war noch mit Batik Stoffen und in dieser Zeit gehörten auch noch die Kaffe Fassett Stoffe zu meinen Lieblingsstoffen.
Bei Bernadette Mayr habe ich erste Erfahrungen mit der Freischneidetechnik gemacht und zum ersten Mal traditionelle Stoffe gegen moderne Stoffe getauscht. Zur gleichen Zeit fing ich mit dem Bloggen an und entdeckte amerikanische Designer und Blogger für mich. Der Anfang in die Moderne Quiltcommunity war gemacht.
In diesem Sinne wünsche ich allen quiltige Zeiten!
Eure Christiane
Bis heute rätselt meine Familie von wem ich wohl dieses 'Kreativ-Gen' aus der Familie geerbt habe. Es muss wohl eine Generation übersprungen haben, denn von meinen Geschwistern hat keiner was mit Handarbeit am Hut. Dabei hatte ich schon früh, als einzige von vier Geschwistern, damit angefangen zu stricken und zu nähen. Zuerst habe ich Hosen und mir sogar schon mal ein Kostüm genäht. Aber nach dem Studium lagen meine kreativen Adern vorerst wieder für lange Zeit brach.
Erst als meine Tochter geboren wurde, fing ich an wieder meine Nähmaschine hervorzuholen. Und noch mal einige Jahre später, als ergab sich im Haus die Gelegenheit mir ein kleines Nähzimmer unterm Dach einzurichten.
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| Mein kleines Nähreich |
| Den ersten Sampler mit traditionellen Blöcken |
| Der Sampler mit Stoffen von Kaffe Fassett war für meine Tochter |
Mein zweiter Quilt war noch mit Batik Stoffen und in dieser Zeit gehörten auch noch die Kaffe Fassett Stoffe zu meinen Lieblingsstoffen.
Heute gehören die Kaffe Fassett Stoffe zwar nicht mehr zu meinen bevorzugten Stoffen, aber seine Bücher finde ich immer noch anregend und wunderschön anzusehen. Seine Begeisterung für Farben und Formen ist ansteckend und inspirierend.
Bei Bernadette Mayr habe ich erste Erfahrungen mit der Freischneidetechnik gemacht und zum ersten Mal traditionelle Stoffe gegen moderne Stoffe getauscht. Zur gleichen Zeit fing ich mit dem Bloggen an und entdeckte amerikanische Designer und Blogger für mich. Der Anfang in die Moderne Quiltcommunity war gemacht.
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| Zum ersten Mal Stoffe von Brigitte Heitland gewählt |
Zwischendurch brauche ich immer mal wieder kleine Nährpojekte wie z.B. Taschen, Tischsets oder Table Runner, wo ich auch andere Techniken und Schnitte ausprobieren kann. Bei der Retrobag von Pattydoo, habe zum ersten Mal Quasten und Taschenhenkel selbst gemacht. Neben den Taschenpattern von Noodlehead, gehören die Pattydoo Taschen zu meinen Lieblingspattern.
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| Die Retrobag von Pattydoo |
Ein Muss für jeden Quilter ist die selbstgenähte Sewtogetherbag, die ich in einem deutschen Sewalong, der von der lieben Marlies (Blog: Gmacht in Oberbayern) ausgerichtet wurde, zusammen mit vielen anderen Bloggern gleichzeitig genäht hatte. Über diesen Sewalong habe ich die ersten Kontakte zu hiesigen Quiltern gefunden. Was für eine Freude endlich Gleichgesinnte für mein Hobby gefunden zu haben!
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| Sewtogetherbag, Quiltersplanner Cover, Stationary Kit |
Bis dahin waren meine wenigen Quilts noch geprägt von traditionellen Mustern und Blöcken. Aber schon bald sollte sich das ändern, als ich durch Zufall die Modern Cologne Quilter entdeckte, die sich zu dieser Zeit gerade gebildet und zusammengefunden hatten. Was für eine Bereicherung von nun an, sein Hobby mit sechs weiteren begeisterten Quilterinnen aus Köln und dem nahen Umland teilen zu können. Seit dieser Zeit gibt es kein halten mehr und wann immer sich Zeit findet, wird zusammen ausprobiert, genäht und sich gegenseitig mit Ideen angesteckt.
| 'Jungle'-Stoffe von Zenchic |
| 'Circle' Pattern von Brigitte Heitland |
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| Meine erste Workshoptasche |
Mit meiner Familien lebe ich seit einigen Jahren auf einem 200 Jahre alten Fachwerkhof, den wir mit zwei weiteren Familien als 'Mehrgenerationen-Hof' bewohnen. Neben dem Nähen hat mich Fotografie schon immer fasziniert und begeistert. Beruflich hatte ich viele Jahre die Fotoausstellungen auf der photokina organisiert und koordiniert und war einige Jahre mit einem Kölner Fotografen zusammen. Wann immer es das Wetter erlaubt, verbinde ich diese beiden Leidenschaften und nutze den Hof als Fotohintergrund für meine Quiltprojekte.
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| Table Runner inspiriert von 'Londontube' - ein Pattern von Brigitte Heitland |
Wenn man mit einem Gärtner verheiratet ist, gehören Blumen sowie Blumenmotive selbstverständlich zu meinem Leben. Wer allerdings denkt, dass ich einen besonders 'grünen' Daumen habe, den muss ich leider enttäuschen. Es ist meine bessere Hälfte, die für das schöne Grün bei uns im Garten sorgt. Ich zaubere dafür schöne Blumenmotive aus Stoff ;-)
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| Amsterdam Quiltpattern |
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| Amsterdam Quilt mit Stoffen u.a. von Cotton&Steel |
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| Dobble Wedding Ring mit 'Luster' von Zenchic |
Ich bin sehr dankbar in der Gruppe aufgenommen zu sein und meinen Platz gefunden zu haben. Der nächste gemeinsame Quiltworkshop lässt nicht lange auf sich warten, denn schon an diesem Wochenende werden wir wieder zum gemeinsamen Patchen und Quilten zusammenkommen und darauf freue ich mich schon wie Bolle. So schön es ist die Kontakte auf den Social Media Kanälen zu pflegen, aber sich im echten 2.0 Leben zu treffen ist wahrlich noch das Beste.
Eure Christiane
05.05.2018
Behind the Scenes: Martina (Mai)
Mein Name ist Martina oder auch Malu, wie mich manche aus der Quilterszene nennen. Ich bin 55 Jahre alt und habe drei inzwischen erwachsene Kinder, die auswärts studieren. Entsprechend habe ich mehr Freiraum als früher und den nutze ich gerne für mein Lieblingshobby, das Quilten.
Genäht habe ich schon seitdem meine Kinder klein waren. Ich habe an Kinderkleidung geübt, bin dann zum Nähen für mich selber übergegangen, habe jahrelang gestickt (übrigens ähnliche Muster wie May), um dann beim Quilten anzukommen. Und das, obwohl ich es mir überhaupt nicht gefiel. Eine Bekannte aus einem Nähkurs wollte mich immer zum Patchwork bringen. Aber so richtig wollte ich das nicht. Dann hat meine Schwester vor 19 Jahren ein Baby bekommen und ich habe eine Patchworkdecke für sie gemacht: Halb gestickt, halb gepatcht. Das hat mir Spaß gemacht.
Anschließend bin ich losgezogen, um Stoff für einen eigenen rot-beigen Quilt zu kaufen und das war richtig schwierig. Die Ladenbesitzer fanden meine Stoffwahl total langweilig und wollten mir immer Kontraststoffe verkaufen, damit es ausdrucksstärker würde. Das endete so, dass ich immer mehr rot-beige Stoffe gekauft habe und auch den ein oder anderen Kontraststoff, den ich aus Höflichkeit mitgenommen habe. Zu Hause war ich aber nie glücklich. Schließlich habe ich ohne Kontrast gearbeitet und einfach viele Quadrate aneinander genäht. Die Decke ist immer noch nicht fertig, gefällt mir aber nicht schlecht. Der Effekt ist ein bisschen wie die Trancparency Quilts, d.h. die Schattierungen sind der Effekt. Rote Quilts kann ich sicher noch Hunderte machen..
In den zahlreichen Kursen, die ich seit ca 2009 belegte, habe ich New York Beauties, Wedges und viele andere Blöcke genäht. Bunt sollte es laut den Kursleiterinnen sein, obwohl ich die Farben schon reduziert hatte. Muss ich erwähnen, dass diese Sachen bis heute nicht fertig geworden sind? Aber es hat mir Spaß gemacht, die verschiedenen Techniken zu testen. Und wenn ich mir die Sachen so betrachte, könnte ich sie doch mal fertig machen....
Kreise und klassische Muster mochte und mag ich ausgesprochen gerne. Das ganze mit Low Volume-Stoffen oder mit rot bzw. schwarz/ dunkelgrau und schon ist meine persönliche Mischung da. Da bin ich mir bis heute treu geblieben.
In einem Samplerkurs habe ich mich dann erstmals "durchgesetzt" und nur die Stoffe genommen, die ich wirklich haben wollte. Das war ein "Kampf" und es war offensichtlich, dass mich die Kursleitung für verrückt hielt. Der Quilt ist übrigens immer noch nicht fertig, da die Beratungen für das Sashing wieder schwierig wurden. Aber die Blöcke lege ich öfter aus und sie gefallen mir immer noch gut. Es dauert sicher nicht mehr lange, bis der Quilt fertig wird. Tatsächlich ist das eins der Ufos in der Ufo-Challenge.
Im Jahr 2013 war ich das erste Mal Teil einer Quiltgruppe: Die Hanapha-Quilterinnen haben sogar eine Quilt-Ausstellung im September 2013 in Hennef an der Sieg organisiert. Das war eine echte Herausforderung und eine großartige Erfahrung. Diese Gruppe hatte sich allerdings nach der Ausstellung wieder aufgelöst. Dieses Gruppenerlebnis hatte mir sehr gut gefallen. Super stolz war ich als Ende 2013 mein Quilt auf der Titelseite des Magazins der Patchwork-Gilde erschien. Das war für mich das wichtigste Ergebnis der Ausstellung.
Bereits seit Februar 2012 war ich online unterwegs, hatte auf Flickr ein Konto und führte seit Anfang 2012 einen Blog als quiltiges Tagebuch. Seit August 2014 habe ich zusätzlich noch ein Konto bei Instagram. Über diese Kanäle habe ich inzwischen viele tolle Online-Quilt-Bekanntschaften gemacht. Ich wurde Teil von Swaps und Quilt Alongs und Bees und sah/sehe sehr viele interessante Dinge. Es ist eine faszinierende Welt, in der ich u.a. den Blog von Brigitte Heitland entdeckte und darüber ganz viele Blogs, die ganz andere, viel modernere Sachen machten als das, was ich bisher kannte. Das war für mich super aufregend und eröffnete eine ganz andere neue Quiltwelt. Danach hatte ich vollends Feuer gefangen. Ich entdeckte u.a. den Quick Curve Ruler und habe seit 2012 eine Reihe Quilts daraus gefertigt.
Inzwischen habe ich auch an vier Kursen bei Brigitte teilgenommen, die ich selber organisiert habe. Und der fünfte Kurs kommt demnächst - sicher wieder mit einem tollen Quiltergebnis.
Uni-Stoffe hatte ich ebenfalls für mich entdeckt. Darauf wirkten auch die Quiltmuster ganz anders. Inzwischen hatte ich mir in einem Anfall von Wahnsinn eine Longarmmaschine gekauft, denn ich wollte auch meine Quiltmuster irgendwie anders haben als beim Handquilten oder als die damaligen Longarmer es machten. Mir gefallen die grafischen Quiltmuster sehr gut. Allerdings mag ich es nicht, wenn es zu viel gequiltet ist.
Bald war ich wieder Teil einer Gruppe, von den Modern Cologne Quilters. Wir hatten uns im August 2015 zusammen gefunden über die Online- und Real Life-Aktivitäten. Und diese Gruppe ist ein Traum. Jede hat ihren Stil, jede akzeptiert die anderen und wir unternehmen quiltige Sachen zusammen. Die MCQs sind inzwischen nicht nur quiltige Freunde und Ratgeber sondern echte Freundinnen. Wisst Ihr eigentlich, wie toll das ist?
Wir haben Reisen zusammen gemacht in den Elsass, nach Salt Lake City und zur QuiltCon nach Pasadena. Wir warten zusammen auf der Nadelwelt in Karlsruhe, haben ein quiltiges Nähwochenende im November und den Brigitte Heitland Kurs im Sommer. Wir machen Taschen zusammen und testen Muster und Farbvarianten. Jede bringt Ideen ein und wir haben dadurch ganz viele Sachen ausprobiert und eine große Vielfalt erreicht.

Auch heute finde ich immer wieder neue interessante Techniken und probiere viel aus. Aus diesem Grund habe ich wohl auch besonders viele Ufos.
"Selbstgebastelte" Taschen habe ich auch inzwischen viele und dass, obwohl ich eigentlich meine Ledertaschen habe, die mir reichen. Sobald aber die anderen MCQs wieder ein neues Taschenmodell zeigen, habe ich ebenfalls das Gefühl, dass ich es machen sollte. Allerdings halte ich die Sachen eher schlicht und nutze sie dann eher als Deko-Körbe.
Und heute? Heute sehen meine Sachen so aus wie unten in dem Bild. Hier habe ich einmal mit Mosaiken und meinem Handy herum gespielt. Denn durch mein Quilthobby bin ich inzwischen auch in Social Media, Bildbearbeitung und solchen Sachen unterwegs. Es ist total faszinierend, was sich plötzlich an Gebieten öffnet. Die anderen Modern Cologne Quilter sind dabei immer wieder eine neue Quelle der Inspiration. Wir ergänzen uns immer perfekt.
Beraten werde ich immer von meinen Kindern. Sie sind die strengsten Kritiker meiner Quilts. Wenn es ihnen gefällt, dann finde ich Abnehmer für meine Sachen. Wenn nicht, dann hab ich ein Problem...Denn tatsächlich brauche ich nicht so viele Quilts und Kissen, wie ich bisher gemacht habe. Allerdings ist es doch immer gut mehrere Frühlings-, Sommer-, Herbst und Winterquilts zu haben, um das Wohnzimmer entsprechend der Jahreszeiten zu dekorieren. Um es kurz zu machen: Ich habe reichlich warme Quilts. Denn die meisten Sachen sind wirklich zum Gebrauch gedacht.
Was soll ich sagen: Quilten ist auch nach all den Jahren immer noch ein tolles Hobby, das mich begeistert und in guten wie schlechten Zeiten "schön" beschäftigt und mich auch über nicht so gute Zeiten getragen hat.
Diese Zusammenfassung hier war auch für mich eine interessante Reise zurück in die letzten Jahre. Gut, dass ich über meine Kanäle alles dokumentiert habe. Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich hierbei begleitet haben. Es ist eine wahre Freude Teil der Quiltwelt zu sein! Besondere Grüße gehen natürlich an die Modern Cologne Quilters!
Viele quiltige Grüße
Martina
Genäht habe ich schon seitdem meine Kinder klein waren. Ich habe an Kinderkleidung geübt, bin dann zum Nähen für mich selber übergegangen, habe jahrelang gestickt (übrigens ähnliche Muster wie May), um dann beim Quilten anzukommen. Und das, obwohl ich es mir überhaupt nicht gefiel. Eine Bekannte aus einem Nähkurs wollte mich immer zum Patchwork bringen. Aber so richtig wollte ich das nicht. Dann hat meine Schwester vor 19 Jahren ein Baby bekommen und ich habe eine Patchworkdecke für sie gemacht: Halb gestickt, halb gepatcht. Das hat mir Spaß gemacht.
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| Mein erster Quilt vor über 19 Jahren |
Anschließend bin ich losgezogen, um Stoff für einen eigenen rot-beigen Quilt zu kaufen und das war richtig schwierig. Die Ladenbesitzer fanden meine Stoffwahl total langweilig und wollten mir immer Kontraststoffe verkaufen, damit es ausdrucksstärker würde. Das endete so, dass ich immer mehr rot-beige Stoffe gekauft habe und auch den ein oder anderen Kontraststoff, den ich aus Höflichkeit mitgenommen habe. Zu Hause war ich aber nie glücklich. Schließlich habe ich ohne Kontrast gearbeitet und einfach viele Quadrate aneinander genäht. Die Decke ist immer noch nicht fertig, gefällt mir aber nicht schlecht. Der Effekt ist ein bisschen wie die Trancparency Quilts, d.h. die Schattierungen sind der Effekt. Rote Quilts kann ich sicher noch Hunderte machen..
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| Mein erstes Quilttop ist oben links. Die anderen entstanden nebenbei... |
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| Erste Kursergebnisse aus roten Batiks und Orange Peel Blöcke |
Kreise und klassische Muster mochte und mag ich ausgesprochen gerne. Das ganze mit Low Volume-Stoffen oder mit rot bzw. schwarz/ dunkelgrau und schon ist meine persönliche Mischung da. Da bin ich mir bis heute treu geblieben.
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| Kreise und Low Volumes sind meine Favoriten |
In einem Samplerkurs habe ich mich dann erstmals "durchgesetzt" und nur die Stoffe genommen, die ich wirklich haben wollte. Das war ein "Kampf" und es war offensichtlich, dass mich die Kursleitung für verrückt hielt. Der Quilt ist übrigens immer noch nicht fertig, da die Beratungen für das Sashing wieder schwierig wurden. Aber die Blöcke lege ich öfter aus und sie gefallen mir immer noch gut. Es dauert sicher nicht mehr lange, bis der Quilt fertig wird. Tatsächlich ist das eins der Ufos in der Ufo-Challenge.
Im Jahr 2013 war ich das erste Mal Teil einer Quiltgruppe: Die Hanapha-Quilterinnen haben sogar eine Quilt-Ausstellung im September 2013 in Hennef an der Sieg organisiert. Das war eine echte Herausforderung und eine großartige Erfahrung. Diese Gruppe hatte sich allerdings nach der Ausstellung wieder aufgelöst. Dieses Gruppenerlebnis hatte mir sehr gut gefallen. Super stolz war ich als Ende 2013 mein Quilt auf der Titelseite des Magazins der Patchwork-Gilde erschien. Das war für mich das wichtigste Ergebnis der Ausstellung.
Bereits seit Februar 2012 war ich online unterwegs, hatte auf Flickr ein Konto und führte seit Anfang 2012 einen Blog als quiltiges Tagebuch. Seit August 2014 habe ich zusätzlich noch ein Konto bei Instagram. Über diese Kanäle habe ich inzwischen viele tolle Online-Quilt-Bekanntschaften gemacht. Ich wurde Teil von Swaps und Quilt Alongs und Bees und sah/sehe sehr viele interessante Dinge. Es ist eine faszinierende Welt, in der ich u.a. den Blog von Brigitte Heitland entdeckte und darüber ganz viele Blogs, die ganz andere, viel modernere Sachen machten als das, was ich bisher kannte. Das war für mich super aufregend und eröffnete eine ganz andere neue Quiltwelt. Danach hatte ich vollends Feuer gefangen. Ich entdeckte u.a. den Quick Curve Ruler und habe seit 2012 eine Reihe Quilts daraus gefertigt.
Inzwischen habe ich auch an vier Kursen bei Brigitte teilgenommen, die ich selber organisiert habe. Und der fünfte Kurs kommt demnächst - sicher wieder mit einem tollen Quiltergebnis.
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| Meine Ergebnisse aus den Brigtte Heitland Kursen |
Uni-Stoffe hatte ich ebenfalls für mich entdeckt. Darauf wirkten auch die Quiltmuster ganz anders. Inzwischen hatte ich mir in einem Anfall von Wahnsinn eine Longarmmaschine gekauft, denn ich wollte auch meine Quiltmuster irgendwie anders haben als beim Handquilten oder als die damaligen Longarmer es machten. Mir gefallen die grafischen Quiltmuster sehr gut. Allerdings mag ich es nicht, wenn es zu viel gequiltet ist.
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| Einer meiner Lieblingsquilts nach einem Muster von Saskia Niemann |
Bald war ich wieder Teil einer Gruppe, von den Modern Cologne Quilters. Wir hatten uns im August 2015 zusammen gefunden über die Online- und Real Life-Aktivitäten. Und diese Gruppe ist ein Traum. Jede hat ihren Stil, jede akzeptiert die anderen und wir unternehmen quiltige Sachen zusammen. Die MCQs sind inzwischen nicht nur quiltige Freunde und Ratgeber sondern echte Freundinnen. Wisst Ihr eigentlich, wie toll das ist?
Wir haben Reisen zusammen gemacht in den Elsass, nach Salt Lake City und zur QuiltCon nach Pasadena. Wir warten zusammen auf der Nadelwelt in Karlsruhe, haben ein quiltiges Nähwochenende im November und den Brigitte Heitland Kurs im Sommer. Wir machen Taschen zusammen und testen Muster und Farbvarianten. Jede bringt Ideen ein und wir haben dadurch ganz viele Sachen ausprobiert und eine große Vielfalt erreicht.

Auch heute finde ich immer wieder neue interessante Techniken und probiere viel aus. Aus diesem Grund habe ich wohl auch besonders viele Ufos.
"Selbstgebastelte" Taschen habe ich auch inzwischen viele und dass, obwohl ich eigentlich meine Ledertaschen habe, die mir reichen. Sobald aber die anderen MCQs wieder ein neues Taschenmodell zeigen, habe ich ebenfalls das Gefühl, dass ich es machen sollte. Allerdings halte ich die Sachen eher schlicht und nutze sie dann eher als Deko-Körbe.
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| Eine Taschenauswahl |
Und heute? Heute sehen meine Sachen so aus wie unten in dem Bild. Hier habe ich einmal mit Mosaiken und meinem Handy herum gespielt. Denn durch mein Quilthobby bin ich inzwischen auch in Social Media, Bildbearbeitung und solchen Sachen unterwegs. Es ist total faszinierend, was sich plötzlich an Gebieten öffnet. Die anderen Modern Cologne Quilter sind dabei immer wieder eine neue Quelle der Inspiration. Wir ergänzen uns immer perfekt.
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| Mein Stil im Augenblick |
Beraten werde ich immer von meinen Kindern. Sie sind die strengsten Kritiker meiner Quilts. Wenn es ihnen gefällt, dann finde ich Abnehmer für meine Sachen. Wenn nicht, dann hab ich ein Problem...Denn tatsächlich brauche ich nicht so viele Quilts und Kissen, wie ich bisher gemacht habe. Allerdings ist es doch immer gut mehrere Frühlings-, Sommer-, Herbst und Winterquilts zu haben, um das Wohnzimmer entsprechend der Jahreszeiten zu dekorieren. Um es kurz zu machen: Ich habe reichlich warme Quilts. Denn die meisten Sachen sind wirklich zum Gebrauch gedacht.
Was soll ich sagen: Quilten ist auch nach all den Jahren immer noch ein tolles Hobby, das mich begeistert und in guten wie schlechten Zeiten "schön" beschäftigt und mich auch über nicht so gute Zeiten getragen hat.
Diese Zusammenfassung hier war auch für mich eine interessante Reise zurück in die letzten Jahre. Gut, dass ich über meine Kanäle alles dokumentiert habe. Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich hierbei begleitet haben. Es ist eine wahre Freude Teil der Quiltwelt zu sein! Besondere Grüße gehen natürlich an die Modern Cologne Quilters!
Viele quiltige Grüße
Martina
10.03.2018
Behind the scenes: Alex
Hallo und guten Tag allerseits,
heute stelle ich mich nochmal vor.
Ich, Alex. lebe mit Mann und Sohn im schönen ruhigen Süden von Köln, arbeite Teilzeit und kann von mir behaupten ein Glückskind zu sein. Ich habe ein bisschen Zeit, Muße und die nötigen Mittel dem schönsten Hobby der Welt (jedenfalls für mich; mein Mann bastelt lieber an alten Autos) zu folgen.
Kurzer Steckbrief: Zwischenzeitlich bin ich bei einer großen Maschine von Bernina angekommen und habe einen tollen Nähtisch, indem die Maschine so versenkt ist, dass es keine Höhenunterschiede beim quilten zu überwinden gibt. Also irgendwelche Unfähigkeiten sind nicht im Arbeitsmaterial zu begründen...falls ihr versteht was ich meine :-)
Auch ich habe mich bereits in meiner Kindheit mit den unterschiedlichsten Handarbeiten bekannt machen können. Meine Oma war sehr vielseitig. Vom Sticken, Stricken und Häkeln bis hin zur Nähmaschine hat sie geduldig und unermüdlich versucht meine Begeisterung zu wecken. Mal mit mehr oder weniger Erfolg.
Patchwork hat mich schon in meinen Zwanzigern irgendwie sehr begeistert und fasziniert. Meine ersten Einkäufe waren PlastikTemplates, Markierungsstifte und eine 'gute' Schere. Rollschneider und Schneidematte stand damals im Kaufhaus nicht zur Wahl, bzw. war mir auch gänzlich unbekannt.
Als ich dann zu Beginn meiner Dreißiger schwanger war, wollte ich unbedingt eine Decke für meinen Sohn machen.
Dies endete leider in ziemlicher Frustration, da das Handwerkszeug alt und nicht wirklich gut war.
Hilfe zur Fertigstellung erhielt ich damals durch eine nette Ladenbesitzerin.
Dann folgte die Zeit des Mutter seins, mit wenig Zeit und noch weniger Muße kreativ unterwegs zu sein.
Also kaufte und las ich unzählige Patchworkzeitungen und genoss das neue unerschöpfliche Medium WWW. Ich erhielt Einblick in das 'moderne' Patchwork, viel heller und freundlicher als dass, was in deutschen Zeitungen gezeigt wurde.
Je größer der Filius wurde und je mehr Freizeit ich hatte, desto mehr Zeit steckte ich in mein Hobby.
Mit dem Einzug ins Eigenheim, habe ich den als Gästezimmer geplanten Raum, Stück für Stück (ganz heimlich ;-) ) zum Nähzimmer erobert. Damit gewann ich wieder viel mehr Zeit zum Nähen, denn lästiges Aus- und Einräumen viel weg. Da lohnte es sich, auch mal nur für ein halbes Stündchen zu patchworken und anschließend die Türe zum kreativen Chaos zu schließen.
Ich besuchte einige Jahre monatliche Kurse. Die Kursleiterin liebte Sterne. Daraus resultiert wohl auch meine heutige Aversion Sterne in ein Projekt
einzuarbeiten. Es wurden einfach zu viele genäht.
Ich liebte und genoss den Austausch mit anderen Kursteilnehmerinnen und dass ist wohl auch der Grund warum ich solange die Sterne mitgemacht habe, hihihi.
Dennoch fehlten mir ein paar 'junge / moderne' Quilterinnen. So lieb ich meine traditionelle Gruppe und die einzelnen Mitglieder habe, hatte ich irgendwann das Bedürfnis auf noch mehr Austausch.

Mit dem Schritt in die Plattformen flickr und Instagram eröffnete sich die moderne Quiltwelt noch weiter.
Es dauerte nicht lange, bis ich die hier im Rheinland ansässigen MCQ's kennen lernte. Zuerst waren es Dagmar, Martina und May. Kurze Zeit später kamen Judith und Iris dazu und schließlich auch Christiane.
Unglaublich schnell gründeten wir die Gruppe und sind seitdem auch zu richtigen Freundinnen geworden. Wir meistern die Anforderungen an unseren Blog alle gemeinsam und jeder trägt mit dem Motto 'nichts muss, aber alles kann' dazu bei.
Ich freue mich jeden Monat, wie ein kleines Kind auf Ostern und Weihnachten, auf unser Treffen, das Highlight des Jahres ist das Wochenende im November und die Reisen zu irgendwelchen einschlägigen QuiltEvents, Kurse mit Brigitte Heitland, Karlsruhe, Maastricht, Birmingham, Spring Market in SLC oder QuiltCon.
Darüber hinaus traf ich viele weitere Gleichgesinnte (ich kann hier gar nicht alle aufzählen, obwohl ich es gerne täte) und bin froh über jede Einzelne die ich kennen gelernt habe!
Das Quilten hat mein Leben um vieles bunter und reicher gemacht. In zwei Bees entstehen Monat für Monat die tollsten und verschiedensten Blöcke, mit Glück auch ganze Quilts.
Beim Besuch des Spring Markets in Salt Lake City hat Christa Watson Buttons verschenkt, mit dem Aufdruck BQFF, best quilting friend forever. Daran ist schon etwas Wahres.
2017 hatte ich mich den Swaps verschrieben und an sage und schreibe 7-8 teilgenommen. Hier habe ich tolle Minis/Projekte hergestellt und noch tollere von meinen Partnerinnen bekommen.
Auweia, jetzt hab ich schon so viel geschrieben und noch nichts über meine Vorlieben und Pläne berichtet.
Wer hier noch nicht genug gelesen hat, holt sich noch einen Kaffee oder Tee und liest einfach weiter...
Ja, aber was mag ich eigentlich?
Ich bin für vieles zu begeistern, eine geradlinige Richtung wie bei Martina oder anderen Quilterinnen wird man bei mir vergeblich suchen. Ich lasse mich durch Insta und neue Trends ziemlich doll und spontan beeinflussen und auch meine jeweilige Stimmung ist Schuld an dem einen oder anderen 'Fehlprojekt'. Grau, rosa und Jeans liebe ich, Glitzer auch, aber dann hört es auch schon auf mit eindeutigen Vorlieben.
Es fällt mir witziger Weise leichter, dass zu benennen, was ich nicht so gerne mag. Dazu gehören die oben bereits erwähnten Sternenprojekte, Improv in knalligen / gegensätzlichen Farben und old fashioned (düster, Blümchen) Quiltprojekte.
QCR, Quick Curve Ruler, Projekte finde ich toll - bin selber aber irgendwie nicht geschickt genug dafür. Wir funktionieren zusammen nicht wirklich gut.
Arbeiten mit viel negative Space (zum anschließenden Quilten) dagegen beeindrucken mich und lassen mir den Mund offen stehen.
Ich mag es manchmal verspielt, manchmal gradlinig. Woran es jeweils liegt dass mir etwas gefällt kann ich gar nicht so genau ausmachen. Oft ist es sicherlich auch stimmungsabhängig.
Für 2018 habe ich mir vorgenommen, keine großen neuen Projekte zu starten und auch keine Swaps mitzumachen und mich um die vielen UFO's zu kümmern, die sich so angesammelt haben.
Hoffentlich schaffe ich es die in Iva's Kurs erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Quilting weiter auszuarbeiten.
Eine absolut neue Herausforderung gibt es aber in diesem Jahr auch, nämlich mit der von Sandra und Heidi organisierten Reisebee. Hier werde ich wohl einige Male ins Schlingern kommen um die Wünsche der Reisenden zu erfüllen. Aber, natürlich werde ich versuchen, wie immer, mein Bestes zu geben.
So, ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und euch einen kurzweiligen Einblick in mein Quilterleben gegeben zu haben.
Herzliche Grüße
Alex.
heute stelle ich mich nochmal vor.
Ich, Alex. lebe mit Mann und Sohn im schönen ruhigen Süden von Köln, arbeite Teilzeit und kann von mir behaupten ein Glückskind zu sein. Ich habe ein bisschen Zeit, Muße und die nötigen Mittel dem schönsten Hobby der Welt (jedenfalls für mich; mein Mann bastelt lieber an alten Autos) zu folgen.
Kurzer Steckbrief: Zwischenzeitlich bin ich bei einer großen Maschine von Bernina angekommen und habe einen tollen Nähtisch, indem die Maschine so versenkt ist, dass es keine Höhenunterschiede beim quilten zu überwinden gibt. Also irgendwelche Unfähigkeiten sind nicht im Arbeitsmaterial zu begründen...falls ihr versteht was ich meine :-)
Auch ich habe mich bereits in meiner Kindheit mit den unterschiedlichsten Handarbeiten bekannt machen können. Meine Oma war sehr vielseitig. Vom Sticken, Stricken und Häkeln bis hin zur Nähmaschine hat sie geduldig und unermüdlich versucht meine Begeisterung zu wecken. Mal mit mehr oder weniger Erfolg.
Patchwork hat mich schon in meinen Zwanzigern irgendwie sehr begeistert und fasziniert. Meine ersten Einkäufe waren PlastikTemplates, Markierungsstifte und eine 'gute' Schere. Rollschneider und Schneidematte stand damals im Kaufhaus nicht zur Wahl, bzw. war mir auch gänzlich unbekannt.
Als ich dann zu Beginn meiner Dreißiger schwanger war, wollte ich unbedingt eine Decke für meinen Sohn machen.
Dies endete leider in ziemlicher Frustration, da das Handwerkszeug alt und nicht wirklich gut war.
Hilfe zur Fertigstellung erhielt ich damals durch eine nette Ladenbesitzerin.
Dann folgte die Zeit des Mutter seins, mit wenig Zeit und noch weniger Muße kreativ unterwegs zu sein.
Also kaufte und las ich unzählige Patchworkzeitungen und genoss das neue unerschöpfliche Medium WWW. Ich erhielt Einblick in das 'moderne' Patchwork, viel heller und freundlicher als dass, was in deutschen Zeitungen gezeigt wurde.
Je größer der Filius wurde und je mehr Freizeit ich hatte, desto mehr Zeit steckte ich in mein Hobby.
Mit dem Einzug ins Eigenheim, habe ich den als Gästezimmer geplanten Raum, Stück für Stück (ganz heimlich ;-) ) zum Nähzimmer erobert. Damit gewann ich wieder viel mehr Zeit zum Nähen, denn lästiges Aus- und Einräumen viel weg. Da lohnte es sich, auch mal nur für ein halbes Stündchen zu patchworken und anschließend die Türe zum kreativen Chaos zu schließen.
Ich besuchte einige Jahre monatliche Kurse. Die Kursleiterin liebte Sterne. Daraus resultiert wohl auch meine heutige Aversion Sterne in ein Projekt
einzuarbeiten. Es wurden einfach zu viele genäht.
Ich liebte und genoss den Austausch mit anderen Kursteilnehmerinnen und dass ist wohl auch der Grund warum ich solange die Sterne mitgemacht habe, hihihi.
Dennoch fehlten mir ein paar 'junge / moderne' Quilterinnen. So lieb ich meine traditionelle Gruppe und die einzelnen Mitglieder habe, hatte ich irgendwann das Bedürfnis auf noch mehr Austausch.
| UFO Sternensampler |
Aufmerksame Leser wissen es, 2015 ich meldete mich zum Tula Pink City Sampler QAL, von Sandra und Eva an und von da an, nahm mein Hobbyleben nochmal eine ganz neue Wendung. Einen herzlichen Dank auch nochmal an Sandra und Eva, deren Blogs ich schon vorher immer mal wieder gelesen und bewundert hatte. Der Quilt ist dann auch mittlerweile fast fertig.
Mit dem Schritt in die Plattformen flickr und Instagram eröffnete sich die moderne Quiltwelt noch weiter.
Es dauerte nicht lange, bis ich die hier im Rheinland ansässigen MCQ's kennen lernte. Zuerst waren es Dagmar, Martina und May. Kurze Zeit später kamen Judith und Iris dazu und schließlich auch Christiane.
Unglaublich schnell gründeten wir die Gruppe und sind seitdem auch zu richtigen Freundinnen geworden. Wir meistern die Anforderungen an unseren Blog alle gemeinsam und jeder trägt mit dem Motto 'nichts muss, aber alles kann' dazu bei.
Ich freue mich jeden Monat, wie ein kleines Kind auf Ostern und Weihnachten, auf unser Treffen, das Highlight des Jahres ist das Wochenende im November und die Reisen zu irgendwelchen einschlägigen QuiltEvents, Kurse mit Brigitte Heitland, Karlsruhe, Maastricht, Birmingham, Spring Market in SLC oder QuiltCon.
Darüber hinaus traf ich viele weitere Gleichgesinnte (ich kann hier gar nicht alle aufzählen, obwohl ich es gerne täte) und bin froh über jede Einzelne die ich kennen gelernt habe!
Das Quilten hat mein Leben um vieles bunter und reicher gemacht. In zwei Bees entstehen Monat für Monat die tollsten und verschiedensten Blöcke, mit Glück auch ganze Quilts.
Beim Besuch des Spring Markets in Salt Lake City hat Christa Watson Buttons verschenkt, mit dem Aufdruck BQFF, best quilting friend forever. Daran ist schon etwas Wahres.
2017 hatte ich mich den Swaps verschrieben und an sage und schreibe 7-8 teilgenommen. Hier habe ich tolle Minis/Projekte hergestellt und noch tollere von meinen Partnerinnen bekommen.
Auweia, jetzt hab ich schon so viel geschrieben und noch nichts über meine Vorlieben und Pläne berichtet.
Wer hier noch nicht genug gelesen hat, holt sich noch einen Kaffee oder Tee und liest einfach weiter...
Ja, aber was mag ich eigentlich?
Ich bin für vieles zu begeistern, eine geradlinige Richtung wie bei Martina oder anderen Quilterinnen wird man bei mir vergeblich suchen. Ich lasse mich durch Insta und neue Trends ziemlich doll und spontan beeinflussen und auch meine jeweilige Stimmung ist Schuld an dem einen oder anderen 'Fehlprojekt'. Grau, rosa und Jeans liebe ich, Glitzer auch, aber dann hört es auch schon auf mit eindeutigen Vorlieben.
Es fällt mir witziger Weise leichter, dass zu benennen, was ich nicht so gerne mag. Dazu gehören die oben bereits erwähnten Sternenprojekte, Improv in knalligen / gegensätzlichen Farben und old fashioned (düster, Blümchen) Quiltprojekte.
QCR, Quick Curve Ruler, Projekte finde ich toll - bin selber aber irgendwie nicht geschickt genug dafür. Wir funktionieren zusammen nicht wirklich gut.
Arbeiten mit viel negative Space (zum anschließenden Quilten) dagegen beeindrucken mich und lassen mir den Mund offen stehen.
Ich mag es manchmal verspielt, manchmal gradlinig. Woran es jeweils liegt dass mir etwas gefällt kann ich gar nicht so genau ausmachen. Oft ist es sicherlich auch stimmungsabhängig.
Für 2018 habe ich mir vorgenommen, keine großen neuen Projekte zu starten und auch keine Swaps mitzumachen und mich um die vielen UFO's zu kümmern, die sich so angesammelt haben.
Hoffentlich schaffe ich es die in Iva's Kurs erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Quilting weiter auszuarbeiten.
Eine absolut neue Herausforderung gibt es aber in diesem Jahr auch, nämlich mit der von Sandra und Heidi organisierten Reisebee. Hier werde ich wohl einige Male ins Schlingern kommen um die Wünsche der Reisenden zu erfüllen. Aber, natürlich werde ich versuchen, wie immer, mein Bestes zu geben.
So, ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben und euch einen kurzweiligen Einblick in mein Quilterleben gegeben zu haben.
Herzliche Grüße
Alex.
17.02.2018
Behind the scenes: Judith
Nach all den wunderbaren Blind Dates sind nun wir MCQs an der Reihe uns persönlich und mit unserem (nähtechnischen) Werdegang ein wenig bei euch vorzustellen.
Also ich bin Judith, verstecke mich, neben meinem Mitgliedsein bei den MCQs, hinter dem Blog mit dem Namen September's Quiltdelight.
Handarbeit und Kreativität war immer schon Teil meines Lebens. Mein Vater konnte mit der Nähmaschine umgehen, liebt aber bis heute viel mehr das filigrane Arbeiten mit dem Papier. Unsere Schultüten und besondere Geburtstagskarten wurden in nächtelanger Kleinstarbeit von ihm hergestellt. Meine Mutter hatte es da eher mit Strick- und Häkelnadel.
Meine Großmütter haben immer wie verrückt genäht, vorwiegend Kleidung, manchmal wurde auch ein schneller Kissenbezug hergestellt, Bettwäsche mit Wunschmotiven angefertigt oder die Vorhänge gekürzt. Eine meiner Großtanten hat als Hauswirtschaftslehrerin gearbeitet und war immer sehr genau beim Nähen, von ihr gab es zu Weihnachten, Geburtstagen und anderen besonderen Anlässen ein neues Kleid, eine Bluse oder einen Rock.
Aus den übrig gebliebenen Resten der für uns genähten Kleidung nähte meine eine Oma und meine Uroma immer Kleidung für Puppen und Barbies. Dabei durfte ich oft zuschauen und auch entscheiden, ob an das Kleidung noch ein goldener Knopf kam oder ein klitzekleiner Rest Zackelitze. Ich fand das immer spannend, durfte aber aus Angst, ich könnte mir durch ein Körperteil nähen, nie näher an die Maschine heran.
Im zarten Alter von etwa sieben Jahren wollte man mir gerne das Häkeln beibringen... "mach doch deiner Mutter eine Freude und häkel ihr ein paar Topflappen".. bei diesem einmaligen Versuch ist es geblieben. Denn ich habe nie wieder den Drang verspürt diese Nadeln nochmal in die Hand zu nehmen.
Ganz im Gegenteil aber die Stricknadeln. Ein Loopschal- das ist schon drin. Aber so richtig in Flammen stand ich auch hierfür nicht.
Eine Zeit lang lag meine Kreativität- abgesehen vom Basteln der jährlichen Adventskalender- brach. Erst als ich mit 19 oder 20 Jahren unbedingt ein Bärenkostüm für Karneval brauchte, kam ich wieder mit der Nähmaschine in Kontakt. Mit Omas Hilfe nähte ich damals mein erstes Kostüm. Mit 23 Jahren entdeckte ich das Bauchtanzen für mich. Die Kostüme dafür sind sündhaft teuer. Aber meine Bauchtanzlehrerin und Freundin nähte schon eine Ewigkeit und mit ihrer Hilfe und auch wieder der von Oma nähte ich mein erstes Kostüm. Nach dem Nähen des Grundkostüms mussten die vielen Pailetten und Perlen von Hand angenäht werden, meine ersten Handnähübungen. Ich fand das meditative Nähen auf dem Sofa am Abend schon damals wahnsinnig entspannend.
Vielleicht ziehen mich aus diesem Grund die Hexagons immer wieder in ihren Bann....
Danach schenkte man mir meine erste Nähmaschine. Was habe ich mich darüber gefreut.... doch leider währte die Freude nicht lange- und da ich zu diesem Zeitpunkt in Münster wohnte und nicht auf die wissende Hilfe von meiner Freundin oder der Oma zurückgreifen konnte und im dortigen Umfeld der Freunde niemand nähen konnte und die Freizeit durch den Beruf stark eingeschränkt war, landete die Maschine (eine AEG für 79 Euro) schnell im Schrank. Ich war so frustriert.
Als wir zwei Jahre später zurück ins Rheinland kamen habe ich mir den Segen geholt, dass die Maschine der größte Mist ist und ich nicht dafür könne, dass sie so nähte, wie sie eben NICHT nähte.
Ich habe dann Geld in die Hand genommen und mir meine erste richtige Nähmaschine gekauft. Damals eine Brother Innov- IS 10 anniversary (heute nähe ich auf einer Bernina 350PE, ein meilenweiter Unterschied und ich möchte meine kleine "Dicke Bertha" nie wieder missen).
Für meine Täschlein und ersten Kissenbezüge ausreichend. Von da an war mein Nähfieber entfacht. Ich überlegte immer zu, was ich denn als nächstes nähen könnte. Schnell habe ich gemerkt, dass mein Herz nicht für Jerseystoffe schlägt. Diese elastischen, rutschigen Stoffe gaben mir zu wenig Projektvielfalt und waren oft auch einfach zu bunt und kindlich. Mit ersten kleinen Täschlein flutete ich den Freundes und Familienkreis, gefolgt von MugRugs.
Durch Pinterest stieß ich das erste Mal auf ein Patchworkprojekt und war gleich begeistert. Kurz darauf entdeckte ich die Videos von Jenny Doan für mich. Mit der Eröffnung eines Patchworkladens in der Nähe konnte ich meiner Stofflust für entsprechende Stoffe und moderne Designs endlich fröhnen. Heute ist das Angebot rund um Köln ein Schlaraffenland.
Inzwischen hat sich ein Trend bei meinen Stoffkäufen herauskristallisiert. Besonders gerne verwende ich Stoffe von Vanessa Christenson, Katarina Roccella, Brigitte Heitland, Carolyn Friedlander und Lotta Jansdotter, sowie den Mädels von Cotton+Steel. Ich mag die modernen Muster der Stoffe, die hin und wieder durch einzelne Elemente oder die Farbwahl verspielt daher kommen. Gerne verwende ich Unmengen an Unistoff für den Hintergrund, so leuchten die einzelnen Farben so traumhaft schön und kommen gut zur Geltung.
Ich liebe es Stoffe zu sammeln, zu streicheln und aus den Vollen zu schöpfen und bei jedem Projekt willkürlich auf den Bauch vertrauend Stoffe aus dem Regal zu ziehen und meine ganz eigene Stoffkombination zusammen zu stellen.
Manchmal geht der Weg von der Stoffwahl, dem Patchworkmuster bis hin zum fertigen Top innerhalb weniger Stunden. Dann bin ich so in meiner Näh- und Schneidearbeit vertieft. Es ist wie ein Rausch, das nächste Projekt recht bald fertig vor den Augen zu haben.
Und was mache ich mit all den Quilts?
Bisher sind noch nicht alle im Bekanntenkreis mit einem Quilt beschenkt. ACHTUNG: Es bekommt nur einen Quilt, der meine Arbeit, die Kosten und Mühen zu schätzen weiß. Einmal verschenkte ich einen Quilt zur Geburt des Enkelkindes der Kollegin, als ihr das Auqarium kaputt ging, erzählte sie mir hinterher, dass sich mit dem Quilt prima das Wasser habe vom Boden aufwischen lassen.....
Ich bin also wählerisch, wo meine Quilts einziehen dürfen. Lieber produziere ich dann für den Schrank, als dass der Quilt in die falschen Hände gerät. Manchmal kann ich mich auch einfach nicht trennen, weil mir die gepatchte Oberseite des Quilts so gut gefällt. Was die Quiltmuster für meine Quilts betrifft, ist das manchmal ein Wochen- wenn nicht sogar monatelanges Überlegen.
Manchmal ist es hierbei sehr hilfreich ein Teil einer tollen kreativen Gruppe zu sein. Durch die anderen MCQs hat sich mein Blick auf das Quilting, die Art ein Projekt anzugehen in jedem Fall verändert. Zum Guten. Es hilft, sich viel auszutauschen. Jede hat ihre ganz eigene Art sich Projekten, Stoffen, Farben und Formen zu widmen und es darf trotzdem jede sein, wie sie ist. Gemeinsam Neues planen, gemeinsam etwas Erleben -das verbindet.
Manchmal weckt das Gruppengefüge auch die ein oder andere Begehrlichkeit in einem- uaaah gefährlich *zwinker* und doch ist es das Beste, was es gibt. Sich regelmäßig mit Gleichgesinnten zu treffen und sich über das schönste Hobby der Welt auszutauschen, statt still und allein für sich zu sein. Neben den MCQs habe ich inzwischen eine zweite Gruppe mit der ich mich monatlich treffe. Diese Gruppe würde ich eher als "Nähgruppe" bezeichnen, denn hier ist das Spektrum vielfältiger. Taschen, Täschlein, Kissen, ein bisschen Patchwork, einfach von allem was die Webware her gibt ein wenig. Beide Gruppe geben mir den Ausgleich zu meinem Alltag, den ich brauche. Hier kann ich nähen/produzieren, nur das was ich möchte und so perfekt/unperfekt, wie es mich zufrieden stellt.
Ich hoffe der kleine Einblick in meine kreative Welt hat euch Freude gemacht.
Liebe Grüße
Judith
Also ich bin Judith, verstecke mich, neben meinem Mitgliedsein bei den MCQs, hinter dem Blog mit dem Namen September's Quiltdelight.
Handarbeit und Kreativität war immer schon Teil meines Lebens. Mein Vater konnte mit der Nähmaschine umgehen, liebt aber bis heute viel mehr das filigrane Arbeiten mit dem Papier. Unsere Schultüten und besondere Geburtstagskarten wurden in nächtelanger Kleinstarbeit von ihm hergestellt. Meine Mutter hatte es da eher mit Strick- und Häkelnadel.
Meine Großmütter haben immer wie verrückt genäht, vorwiegend Kleidung, manchmal wurde auch ein schneller Kissenbezug hergestellt, Bettwäsche mit Wunschmotiven angefertigt oder die Vorhänge gekürzt. Eine meiner Großtanten hat als Hauswirtschaftslehrerin gearbeitet und war immer sehr genau beim Nähen, von ihr gab es zu Weihnachten, Geburtstagen und anderen besonderen Anlässen ein neues Kleid, eine Bluse oder einen Rock.
Aus den übrig gebliebenen Resten der für uns genähten Kleidung nähte meine eine Oma und meine Uroma immer Kleidung für Puppen und Barbies. Dabei durfte ich oft zuschauen und auch entscheiden, ob an das Kleidung noch ein goldener Knopf kam oder ein klitzekleiner Rest Zackelitze. Ich fand das immer spannend, durfte aber aus Angst, ich könnte mir durch ein Körperteil nähen, nie näher an die Maschine heran.
| mein allererstes Patchworkprojekt aus Precuts- ein Tischläufer für meine Oma |
Ganz im Gegenteil aber die Stricknadeln. Ein Loopschal- das ist schon drin. Aber so richtig in Flammen stand ich auch hierfür nicht.
| mein erster Lasagnequilt wird gequiltet |
Vielleicht ziehen mich aus diesem Grund die Hexagons immer wieder in ihren Bann....
| mein erstes und einziges komplett handgenähtes Patchwork- und Quiltprojekt, keine einzige naht an der Nähmaschine entstanden |
Danach schenkte man mir meine erste Nähmaschine. Was habe ich mich darüber gefreut.... doch leider währte die Freude nicht lange- und da ich zu diesem Zeitpunkt in Münster wohnte und nicht auf die wissende Hilfe von meiner Freundin oder der Oma zurückgreifen konnte und im dortigen Umfeld der Freunde niemand nähen konnte und die Freizeit durch den Beruf stark eingeschränkt war, landete die Maschine (eine AEG für 79 Euro) schnell im Schrank. Ich war so frustriert.
Als wir zwei Jahre später zurück ins Rheinland kamen habe ich mir den Segen geholt, dass die Maschine der größte Mist ist und ich nicht dafür könne, dass sie so nähte, wie sie eben NICHT nähte.
Ich habe dann Geld in die Hand genommen und mir meine erste richtige Nähmaschine gekauft. Damals eine Brother Innov- IS 10 anniversary (heute nähe ich auf einer Bernina 350PE, ein meilenweiter Unterschied und ich möchte meine kleine "Dicke Bertha" nie wieder missen).
| das erste Mal "schnelle Dreiecke" und hochwertige Patchworkstoffe von Riley Blake |
Für meine Täschlein und ersten Kissenbezüge ausreichend. Von da an war mein Nähfieber entfacht. Ich überlegte immer zu, was ich denn als nächstes nähen könnte. Schnell habe ich gemerkt, dass mein Herz nicht für Jerseystoffe schlägt. Diese elastischen, rutschigen Stoffe gaben mir zu wenig Projektvielfalt und waren oft auch einfach zu bunt und kindlich. Mit ersten kleinen Täschlein flutete ich den Freundes und Familienkreis, gefolgt von MugRugs.
| erste Mug Rugs, erstes Quilten |
| manchmal muss es kein Patchwork sein... |
Ich liebe es Stoffe zu sammeln, zu streicheln und aus den Vollen zu schöpfen und bei jedem Projekt willkürlich auf den Bauch vertrauend Stoffe aus dem Regal zu ziehen und meine ganz eigene Stoffkombination zusammen zu stellen.
Manchmal geht der Weg von der Stoffwahl, dem Patchworkmuster bis hin zum fertigen Top innerhalb weniger Stunden. Dann bin ich so in meiner Näh- und Schneidearbeit vertieft. Es ist wie ein Rausch, das nächste Projekt recht bald fertig vor den Augen zu haben.
Und was mache ich mit all den Quilts?
Bisher sind noch nicht alle im Bekanntenkreis mit einem Quilt beschenkt. ACHTUNG: Es bekommt nur einen Quilt, der meine Arbeit, die Kosten und Mühen zu schätzen weiß. Einmal verschenkte ich einen Quilt zur Geburt des Enkelkindes der Kollegin, als ihr das Auqarium kaputt ging, erzählte sie mir hinterher, dass sich mit dem Quilt prima das Wasser habe vom Boden aufwischen lassen.....
Ich bin also wählerisch, wo meine Quilts einziehen dürfen. Lieber produziere ich dann für den Schrank, als dass der Quilt in die falschen Hände gerät. Manchmal kann ich mich auch einfach nicht trennen, weil mir die gepatchte Oberseite des Quilts so gut gefällt. Was die Quiltmuster für meine Quilts betrifft, ist das manchmal ein Wochen- wenn nicht sogar monatelanges Überlegen.
| Kissen aus Cotton+Steel mit einem Dresden Ruler gearbeitet |
Manchmal ist es hierbei sehr hilfreich ein Teil einer tollen kreativen Gruppe zu sein. Durch die anderen MCQs hat sich mein Blick auf das Quilting, die Art ein Projekt anzugehen in jedem Fall verändert. Zum Guten. Es hilft, sich viel auszutauschen. Jede hat ihre ganz eigene Art sich Projekten, Stoffen, Farben und Formen zu widmen und es darf trotzdem jede sein, wie sie ist. Gemeinsam Neues planen, gemeinsam etwas Erleben -das verbindet.
Manchmal weckt das Gruppengefüge auch die ein oder andere Begehrlichkeit in einem- uaaah gefährlich *zwinker* und doch ist es das Beste, was es gibt. Sich regelmäßig mit Gleichgesinnten zu treffen und sich über das schönste Hobby der Welt auszutauschen, statt still und allein für sich zu sein. Neben den MCQs habe ich inzwischen eine zweite Gruppe mit der ich mich monatlich treffe. Diese Gruppe würde ich eher als "Nähgruppe" bezeichnen, denn hier ist das Spektrum vielfältiger. Taschen, Täschlein, Kissen, ein bisschen Patchwork, einfach von allem was die Webware her gibt ein wenig. Beide Gruppe geben mir den Ausgleich zu meinem Alltag, den ich brauche. Hier kann ich nähen/produzieren, nur das was ich möchte und so perfekt/unperfekt, wie es mich zufrieden stellt.
Ich hoffe der kleine Einblick in meine kreative Welt hat euch Freude gemacht.
Liebe Grüße
Judith
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