Hallo Zusammen,
wie schon kürzlich beim MPM angekündigt und sicherlich schon bei Insta und Facebook entdeckt, war ich (Alex.) Anfang November zum Longarmquiltkurs mit Iva Steiner bei Regina Klaus.
Meine Bewertung kann nicht bis zum Ende dieses Posts warten. Ich muss es jetzt schon herausrufen :
ES WAR EINFACH KLASSE!!!
Am Donnerstagabend habe ich mich auf die Reise gemacht und bin die 445km bis nach Oberfranken, Dörfles-Esbach in einem durch gefahren, so groß war die Vorfreude.
Am Freitagmorgen ging es dann los mit dem Kurs. Dieser fand in Regina's Atelier in Dörfles-Esbach ganz nah bei Coburg statt. Das Atelier verfügt über alles, was ein Quilterherz höher schlagen lässt.
Nähmaschinen, Longarm und Sit-Down Maschinen und Garne so viel man sich nur vorstellen kann.
Mittendrin gibt es natürlich noch eine kleine Küche, in der man sich nach Bedarf Kaffee, Tee, Wasser usw. zapfen kann und in der am Mittag ein wunderbares Essen serviert wurde. Hier nochmal vielen Dank an die Catering Chefin Laura.
Wir waren drei Teilnehmerinnen, die von Regina und Iva herzlich empfangen wurden. Dabei waren noch Andrea @andreanaeht und Uta @utahanson beide bei Instagram zu finden.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und den üblichen Formalitäten Essen, Kaffee usw. wurde ein schnelles Top angefertigt, bzw. fertiggestellt. Denn mit Piecen wollte ich ja die wenigste Zeit verbringen.
Noch am Vormittag konnte das Top in den Longarmrahmen eingespannt werden.
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| fertiges Top |
Nachdem der Rückseitenstoff und das passende Garn, für die Vorderseite, ausgesucht wurde, haben wir das gesamte Top mit großen Stichen schon mal grob geheftet. Da wir nicht wussten, wie weit wir am Wochenende kommen, wollten wir sicher stellen, dass sich beim Ausspannen aus dem Longarmrahmen und weiternähen an der eigenen Maschine nichts verzieht. Wenn man den Quilt an der Longarmmaschine zu Ende quiltet, muss man nicht heften.
Der gesamte Quilt ist in sechs unterschiedliche freemotion Bereiche und Rulerwork Bereiche eingeteilt, die sich vom Schwierigkeitsgrad immer etwas steigerten.
Iva hat uns ein kleines Handbuch vorbereitet, in dem alles nochmal nachzulesen ist, bzw. dass auch als Doodlepapier genutzt wurde.
Als erstes haben wir in die farbigen Charms in der Mitte mit dem Lineal Sterne (die Einhornpupse)gequiltet.
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| geheftet und die ersten Sterne mit dem Lineal (Ruler) gequiltet |
Die Maschine lässt sich super leicht führen und man hat wirklich nicht das Gefühl eine 35kg schwere Maschine über den Stoff zu manövrieren.
Anschließend ging es an das erste freemotion Muster und ich musste erkennen, dass es nicht ganz so einfach ist, runde Schnecken zu quilten. Meine sehen ein bisschen aus wie abgerundete Quadrate. Aber mit der Zeit ging auch das besser.
Dann war wieder ein Rulermuster angesagt, Dreiecke und abwechseld ging es so weiter bis zum letzten Muster.
Immer erst mal die Trockenübung auf Papier oder die Markierungen für Rulerwork auf dem Top mit einem Trickmarker, dieser lässt sich mit (viel) Wasser auflösen.
Am Ende der zwei intensiven Tage, die wie im Flug vorbei waren, hatte ich über die Hälfte des Quilts fertig und für zu Hause nur noch ein bisschen zu erledigen. Noch zwei Rulermuster, dann bin ich fertig :-) .
Ich bin die ganzen zwei Tage und auch noch den ganzen Sonntag mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht herumgelaufen und nach wie vor total happy diesen Kurs belegt zu haben.
Es hat riesigen Spaß gemacht. Ich habe nette Leute kennengelernt und ganz viel in Sachen freemotion Quilting gelernt. Iva ist eine fantastische, ruhige und geduldige Kursleiterin und Regina ist ein wandelndes Bernina Lexikon und Expertin in Sachen Garne, Nadeln, Maschinen und Coburg.
Wichtig war, glaube ich, dass ich mit dem Anspruch ein Übungsstück anzufertigen den Kurs angetreten bin.
Wer mich kennt, weiß dass ich keine 110%ige bin, sondern dass der Spaß im Vordergrund stehen muss.
Es war mir klar, dass ich keinen Quilt anfertigen werde, der mit Iva's Werken oder gar Angela Walters Arbeiten vergleichbar wäre.
Aber auch diese beiden haben irgendwann einmal angefangen und so sehe ich es auch.
Auch das Piecen brauchte Zeit und Erfahrung um einigermaßen gut zu werden, wieso glauben wir alle, dass das Quilting von Beginn an perfekt sein muss??
Ich bin zufrieden mit meinem Ergebnis und die Fehler die ich gemacht habe, fallen im großen Ganzen gar nicht so doll ins Auge. Oder findet ihr die Fehler? ;-)
Dieser Kurs ist aus meiner Sicht absolut empfehlenswert. Auch wenn ich kurz- bis mittelfristig sicherlich keine Longarmmaschine erwerben werde, kann ich sagen, dass mich der Kurs weiter gebracht hat!
Zuhause angekommen, habe ich es geschafft das kleine Stück innerhalb von drei Tagen fertig zu quilten, das Binding anzunähen und Fotos zu machen.
Hier auch noch ein paar Fotos von Andrea's und Uta's Prachtstücken.
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| Andrea's Unicorn Poops |
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| Uta's Unicorn Poops mit dickem Garn |
So, ich hoffe ich konnte ein bisschen von der Stimmung und meiner Begeisterung rüber bringen und dem einen oder anderen Mut machen das Quilten als Spaß anzusehen. Und wie sagt das Sprichwort: Übung macht den Meister.
Über eure Kommentare freue ich mich schon jetzt.
Bis Bald, ganz herzliche Grüße
Alex. und die