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01.04.2019

Modern Patch Monday: die Projektliste von hinten aufrollen

Hallo und willkommen zu einem neuen Modern Patch Monday!
Hello and welcome to a new Modern Patch Monday!




Zur Zeit quält mich (Judith) ein wenig die Nähunlust. Zuviele Themen im Leben 1.0 halten mich in Atem. Aber Nähen ist gut für die Seele und lenkt vom Stress ab. Kleine Nähinseln sind mein Ruheanker.
Für diese kleinen Auszeiten suche ich mich aktuell gerne Ufoprojekte. Da kann ich gleich einsteigen und weiter dem Ziel entgegen arbeiten.
At the moment I am lacking a little bit of quilting Mojo. Too many things in day to day living need my attention. However sewing is good for the soul en does distract from the stress. 
For these little islands of time I like to work on UFO's, because I am immediately immersed in a project and can continue my work towards the goal of finishing it.


Momentan hab ich ein Kissentop in Arbeit. Beziehungsweise ich habe aus dem Top inzwischen ein Quiltsandwich gezaubert und die Quiltlinien mit der Maschine sind auch schon fertig.
At the moment I am working on a pillowcase. The quiltsandwich is done, and even the maschine quilting is done.
Als nächstes möchte ich gerne noch ein paar handgequiltete Hingucker nähen.
As a next step I want to add some hand quilted eye-catchers.


Wie war die Woche bei euch?
How was your week?
  • Jeder ist Willkommen, ob nah, ob fern.
  • Everyone is welcome.
  • Es kann von deinem Blog, Instagram oder Flickr verlinkt werden
  • You can link up from your blog, instagram or flickr
  • Bitte besucht auch ein paar der anderen Links, sie sind inspirierend und jeder liebt es Kommentare zu bekommen
  • Please visit at least a few of the links, they are very inspiring, and leave comments too as everyone loves to connect.
  • Benutze den Modern Patch Monday Button für deinen Blog, um Freunde einzuladen mit zu machen und/oder benutze #modernpatchmonday auf einem gelinkten Foto. 
  • Use the modern patch monday button and invite your friends to join us too. Please share our button, or a link or the hashtag #modernpatchmonday in your linked post or photo.
  • Für Blogger: Backlink (http://moderncolognequilter.blogspot.de/) nicht vergessen, damit's mit der Verlinkung klappt.  
  • For Bloggers: Please don't forget the back link to us (http://moderncolognequilter.blogspot.de/)
  • Der Link ist bis Dienstag 6:00 Uhr geöffnet
  • The link is open until Tuesday 6:00 am CE
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Liebe Grüße,
Judith und die

16.08.2018

Birmingham - Festival of Quilts

Mehr als die Hälfte der reisefreudigen MCQ Quiltladies haben sich vergangenes Wochenende in Birmingham beim Festival of Quilt rumgetrieben.



Nach langer Zeit voller Vorfreude war es vergangenen Donnerstag endlich so weit. 

Wir, Dagmar, Iris, May und ich (Alex.) sind mit dem Auto nach Birmingham gefahren.
Ja, keine Sorge, ich bin in Deutschland gefahren und die liebe Iris hat sich um den Linksverkehr gekümmert. 
1. Stopp auf der Insel
 
In Birmingham angekommen, stieß Mays Freundin Rachel noch zu uns.
Also, Freitagmorgen mit fünf Ladies ins N.E.C. zum Festival of Quilts und

Bauklötze stauen.
Ich fand, Iris hatte nicht übertrieben als sie uns vom FoQ's erzählte und meinte es sei sehenswert.
Das war es in der Tat, jedenfalls für uns! Es gab so viele Quilts zu bestaunen, Dinge zu kaufen und tolle Kurse mitzumachen.
 
Erstmal hieß es jedoch kurz in die Schlange stellen. Der Anblick der anstehenden Gleichgesinnten am Freitagmorgen war schon verrückt. Aber es war gut geregelt und um 10:00 flossen die Menschenmassen (wirklich Massen, ich übertreibe nicht) alle mit glücklichen und erwartungsvollen Gesichtern in die Messehallen.






Die Vielfalt an unterschiedlichen Quilts, von modern, über traditionell, improv, miniature und Art Quilts war einfach überwältigend. Die Übergänge von einer Kategorie in die andere war manchmal gar nicht so einfach zu definieren.

Die vielen, vielen Verkaufsstände ließen keine Quilterwünsche offen.
Die speziellen Ausstellungsflächen der verschiedenen Ländern z. B. Russland und Künstlern, z.B. Nancy Crowe bereicherten das Festival zusätzlich.
Wer Lust hat, guckt sich die vielen Fotos auf Instagram an entweder unter dem Hashtag #foq2018 oder @thefestivalofquilts oder #festivalofquilts2018

Die Gewinnerquilts konnten wir am Freitag schon in der Gallery of winners bewundern. Sie wurden im Vorfeld bzw. am Vortag gekürt.
Darüber hinaus gab es in jeder Kategorie noch einen zweiten und dritten Platz. Weitere tolle Quilts waren mit dem Prädikat 'Highly Commended' versehen. Dazu gehörte auch ein Quilt unserer lieben Freundin Iva,  die wir auch getroffen haben. Sandra und Ulli aus München haben wir getroffen, Ursula Becker aus der Patchwerkstatt war auch in Birmingham und hatte ebenfalls einen Quilt ausgestellt.

oben: Gewinner Miniquilt und Gewinner Modern Quilt
unten: Sampler und Lonestar
Die beiden Tagen in Birmingham vergingen viel zu schnell. Wir hatten so viel Spaß. Haben viel gelacht, sind viele Kilometer in den Messehallen gelaufen, haben viel gegessen und viel eingekauft. Viele Eindrücke haben wir in unseren Köpfen mitgebracht und eventuell verloren gegangenes Sew-Mojo wieder gefunden.


Hier nun noch ein kurzer Vergleich mit der Nadelwelt: ja, Birmingham ist größer, hat mehr/größere Ausstellung, mehr Verkaufsstände und mehr Besucher und mehr Parkplätze. Ja, es ist auch für die meisten von uns viel weiter weg. Aber, wie schon gesagt, in meinen Augen, absolut wert es mal gesehen zu haben.

Dagmar, Iris und May haben Kurse / Lectures besucht und auch diese waren lt. ihren Berichten, alle gelungen und informativ. 

Dagmar hatte ein Lecture über Longarm Quilting ;-) bei Linda Calle und bekam in kurzer Zeit viele Anregungen die Arbeit an der Maschine zu verbessern.

May und Dagmar haben bei Cindy Needham viel Interessantes über Garne erfahren und werden darüber demnächst in einen Post berichtet. Es wird nur soviel verraten- Faden ist nicht gleich Faden;-)

Iris hatte ein Lecture über Farbtheorie bei Jo Avery und ein Brimfieldblock Workshop. Es war wie eine kleine Oase der Ruhe, ein paar Stunden per Hand zu nähen. Sie wird Montag bei MPM das Ergebnis dieser Workshop zeigen.

Hoffentlich konnten wir den daheim gebliebenen einen kleinen Eindruck in das Festival gewähren und die Empfehlung lautet: unbedingt hinfahren wenn die Gelegenheit es zu lässt.

Herzliche Grüße
Alex, Dagmar, Iris, May und die restlichen





25.11.2017

Blind date heute - Spinkreativ/Sabine

Liebe Modern Cologne Quilters, ich finde eure Idee mit dem Blind date richtig klasse und freue mich sehr darüber, mich vorstellen zu dürfen.

Mein Name ist Sabine, ich bin Jahrgang 1960 und lebe in NRW in einem kleinen Ortsteil von Euskirchen. Ich habe eine erwachsene Tochter und bin in zweiter Ehe verheiratet. Anfang 2013 haben wir einen Hof mit knapp 5 Hektar Land gekauft, der ziemlich vermüllt war. Es war eine Heidenarbeit, aber wir freuen uns über jeden Fortschritt. Dort leben wir mit unseren Hunden (ein Australian Shephard Rüde und eine Australian Shephard – Border Mischlingshündin, am  3.11. sind 6 Hundebabies dazugekommen), 6 Walliser Schwarznasenschafen (auch hier ist Nachwuchs unterwegs), 3 eigenen Pferden (nein, ich reite nicht) und 6 Einstellpferden.  Da ich auch noch berufstätig bin (Softwareentwicklerin in einem Versicherungsunternehmen), bleibt mir oft viel weniger Zeit für mein Hobby Patchwork als ich mir wünschen würde. Zum Glück wird es jetzt Winter, die Arbeit auf dem Hof weniger und ich kann wieder mehr nähen.

Bei  meiner Oma habe ich häkeln, stricken und nähen gelernt und mit Begeisterung meine Barbiepuppe (damals war man glücklich, wenn man eine einzige hatte) ausgestattet. Handarbeiten begleiten mich schon mein ganzes Leben lang, meine Hände müssen anscheinend immer was zu tun haben.

Nach der Geburt meiner Tochter habe ich einige Nähkurse gemacht um Kleidung zu nähen. Patchwork war da für mich immer noch kein Thema, lange Zeit habe ich immer behauptet, Patchworker seien diese Verrückten, die Stoff kaufen, ihn auseinanderschneiden und neu zusammennähen, so wirklich Sinn habe ich darin nicht gesehen – heute gehöre ich selbst dazu.

Wie es dazu kam:
In der Grundschule machte meine Tochter dann bei einer Projektwoche „Malen mit Stoff“ mit (2002/2003 muss das gewesen sein). Es wurde von der Gruppe ein ABC-Quilt und für jede ein Atarashi-Täschen gemacht. Die Lehrerin spielte mit mir im Tennisverein und erzählte immer wieder begeistert über Patchwork. Ich wurde neugierig und  irgendwie hat mich zu dieser Zeit  Patchworkvirus dann erwischt.  Es entstanden eine Mitteldecke und diverse Tischsets (für die Decke habe ich den Stoff gerissen !!! – Rollschneider, Schneidematte nebst Linealen habe ich erst kurz danach entdeckt).

Im Generalanzeiger fand ich eine Anzeige für „die lange Nacht der wilden Sterne“ (im Patchworkladen von Romy Bügers in Bonn), die mich sehr reizte und letztendlich eine Einführung in die freie Schneidetechnik darstellte. Romy Bügers hatte in ihrem Laden wunderschöne Stoffe, die geradezu danach schrien, zerschnitten und neu zusammengesetzt zu werden. Es folgte ein weiterer Kurs zum Thema Courthousetechnik ala Kaffee Fassett – in dem ich natürlich nicht mit Resten antrat (weil nicht vorhanden) sondern extra Stoffe gekauft hatte. 


Durch die Kursleiterin (mit der ich noch heute befreundet bin), lernte ich weitere Patchworkerinnen und eine Patchworkgruppe kennen. Die Gruppe gibt es heute leider nicht mehr, aber mit einigen davon habe ich immer noch Kontakt. In jener Zeit entstanden textile Wandbilder in den verschiedensten Techniken (Ton Schulten, Hundertwasser, Ricky Tims, …) und freie Arbeiten.


Zeitungen und Büchern zogen dann reichlich in mein Haus ein und dienten als Vorlage für weitere Arbeiten. Den Storm at Sea in der Burda musste ich unbedingt arbeiten, er gehörte in die blaue Phase meiner Tochter, heute ist die Phase vorbei und blau kommt nur noch wenig bei uns vor.


Nichten und Neffen kamen als Familienzuwachs und ich entdeckte eine Leidenschaft für Kinderdecken, entwarf und nähte eigene Entwürfe. 


Am liebsten arbeite ich autodidaktisch, gelegentlich treffen wir uns zum „puscheln“, wie es eine Freundin nennt und nutzen die Zeit zum Nähen und austauschen.  Meine Sammlung an Patchworkbüchern vergrößert sich ständig (kommt euch das bekannt vor?), viele sind wunderschöne inspirierende Bilderbücher. 

Wenn ich Kurse besuche, gehen sie eher in die Richtung Artquilt. Beeindruckt haben mich ein Kurs bei Elsbeth-Nusser Lampe (Textile Blattwerke),  ein Quiltkurs bei Jacqueline Heinz (eigentlich gehörte hier auch noch ein Färbetag bei Gabi Tisch dazu, den ich mir aber gespart habe, dazu später mehr), der Onlinestickkurs bei Anne Lange (zugeben, hat nicht direkt etwas mit Patchwork zu tun, verwende ich aber schon mal gerne bei ATC). Klasse waren auch die Kurse bei Gabi Mett. 

Textile Blattwerke
Einige meiner eigenen Quilts und solche, die ich für das Patchwork-Kaleidoskop in Euskirchen (das es heute leider nicht mehr gibt) entworfen habe, sind in der Burda Patchwork, dem Patchworkmagazin oder der Patchwork Professional veröffentlicht worden. Ab und zu habe ich im Patchwork-Kaleidoskop auch mal einen Kurs gegeben. Ich habe diese Zeit genossen, sie lag allerdings – ich hoffe, das hört sich nicht blöd an – vor meiner zweiten Ehe und dem Hof, heute würde mir die Zeit dafür fehlen (und, wenn ich ehrlich bin, ist es eine Heidenarbeit die Anleitungen und Zeichnungen zu erstellen, wenn dann noch Druckfehler dazu kommen, wird es umso ärgerlicher).

mein erster veröffentlichter Quilt 

Blumeninspirationen (veröffentlicht in der Patchwork Professional)
Zur Zeit entwerfe und nähe ich Kinderquilts aus den Stoffen von Rae Ritchie (wenn ich den erwische, der die ganzen Kinderstoffe in meinem Fundus gekauft hat, workpaar von Cori Dantini sind auch noch vorhanden). Außerdem wartet die Tagesdecke für das Bett meiner Tochter auf Quiltvorbereitung und quilten (bei ca. 200 x 220 cm eine Herausforderung für meine Pfaff Quiltexpression – ich will hier meine Erkenntnisse aus dem wirklich tollen Buch WALK von Jacquie Gering umsetzen.

Meine WIP sind hier zu sehen

Zusätzlich mache mit beim Triangle QAL von Bernina  (übrigens mein erster QAL). Der ist sehr schön übersichtlich und schnell zu nähen. Leider darf ich die Blöcke 1 bis 3 noch einmal nähen und auch die ca. 100 einfachen Dreiecke nochmal zuschneiden. Ich habe die 4 ¾ inch Streifen geschnitten und daraus mit meinem Clear View Triangle Lineal die Dreiecke. Jenes Lineal hat  immer hervorragend für meine One Block Wonders und Trianglequilts funktioniert – nur es  hat keine Ecken ab – so ist nun alles einen ¼ inch zu klein. Ich hätte eben doch die Papierschablone unters Lineal kleben sollen (wie heißt es so schön, wer lesen kann, ist klar im Vorteil?). Ich hab schon alle Blöcke 1, 2, 3 wieder aufgetrennt und hoffe die Teile noch für weitere Blöcke des QAL verwenden zu können (aus den Teilen des Block 1 habe ich zumindest schon mal die Flügel für Block 3 bekommen und von den 100 zu kleinen einfachen Dreiecken ließen sich die 7 mittleren Dreiecke für Block 5 gewinnen). Nur gut, dass die Entscheidung für den Akzent- und den Hintergrundstoff noch nicht abgeschlossen war und ich für die Musterstoffe jeweils einen halben Yard zur Verfügung habe.  Hier ein paar Links zu meinen QAL-Bilden auf Instagram




Und dann wäre da noch mein lapassacaglia-Quilt (ohne EPP) - ich konnte mich nicht so recht damit anfreunden, knappe 3000 Papierteilchen mit Stoff zu beziehen und aneinanderzunähen (Willyne Hammerstein macht schließlich auch kein EPP). Eigentlich war das Thema als „Zugprojekt“ gedacht (ich pendele mit der DB zwischen Euskirchen und Köln), aber da die Bahn manchmal den Charakter von Viehtransporten hat und die neuen Züge sitzplatztechnisch auch nicht allzu üppig bemessen sind (und ich wirklich nicht dick), ist dieses Vorhaben nur schwer umsetzbar, schließlich will ich die Sitznachbarn ja nicht pausenlos mit den Ellbogen traktieren oder garim Schlaf stören.  So geht es eben langsamer voran, als ich mir wünsche, denn die Sommersonnentage draussen sind ja auch leider vorbei.


Am liebsten nähe ich Decken als „Gebrauchsquilts“ – Quilts zum kuscheln und träumen – wie ich es nenne. Ich freue mich darüber, dass so mancher meiner Entwürfe Liebhaber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gefunden hat und wirklich zum kuscheln und träumen genutzt wird. Quilts müssen aus meiner Sicht einfach benutzt werden.  Fast alle meiner Quilts haben Mikrofaserfleecerückseiten, das gibt es als Meterware oder ich greife auch gerne auf Decken zurück.
Ich bin eine eher minimalistische Quilterin,  liebe zwar die wunderschönen Alloverquiltmuster, bringe es aber selbst nicht fertig, so zu quilten, nicht weil ich es nicht kann, sondern weil es für mich den Kuschelcharakter der Quilts zerstört. So beschränke ich mich für meine „Gebrauchsquilts“ darauf innerhalb der Blöcke zu quilten.


Bei Quilts mag ich gerne einfache Muster, so begeistern mich immer wieder Quilts aus einfachen Quadraten, Strip Quilts und ganz besonders die One Block Wonders (da sind auch noch 3 Stoffe in meinem Fundus, die darauf warten, zu einem One Block Wonder zu werden). Ich bewundere die Quilts die Bruce Seeds entwirft – er nennt sie Mosaic Art Quilts. Zeitungen und Bücher verstehe ich als Vorschläge, es reizt mich gar nicht einen Quilt in genau den vorgestellten Stoffen nachzuarbeiten.  



Paper Piecing habe ich auch schon probiert, es hat allerdings Jahre gedauert, bis dieser Quilt fertig war. Er ist schwer (das Papier habe ich natürlich rausgemacht), aber es ist schon eine Menge Stoff darin enthalten. Die Vorlagen sind von Karen K. Stone und Valorie Wells, einige habe ich abgeändert. Zum Kuscheln und Träumen ist dieser Quilt auch nicht, das verwendete Rückseitenfleece war steifer als ich ursprünglich dachte und ich habe auch intensiver als sonst für mich üblich gequiltet. Als Tagesdecke für unser Bett ist er zu klein und da manchmal unsere Hunde aufs Bett oder Sofa springen …  das ist der einzige Quilt, bei dem ich das nicht zulassen würde, zu viele Arbeitsstunden stecken darin. Jemand hat mich mal gefragt, für wieviel ich ihn verkaufen würde – ehrlich, kann man das bezahlen?


Das Internet mit seinen Blogs und Bildern (nicht zu vergessen das Stoffangebot) und Instagram stellen eine fortwährende Quelle der Inspiration und Verführung dar. Mittlerweile habe ich auch einen ganzen Ordner voll mit Anleitungen von Taschen und Täschchen, die ich auch irgendwann mal nähen möchte. 

Ab und zu mache ich kleinere kreative Arbeiten, da wartet noch mein ART-Quilt-ABC auf Fertigstellung und auch mein Kartenbestand  will mal wieder aufgestockt werden. Vielleicht entsteht ja irgendwann auch mal das eine oder andere textile Buch oder Leporello?

Meine Liebe für Farben gehört eindeutig rot, grün, weiß, beige, creme, braun. Blumen – und Schriftstoffen kann ich schwer wiederstehen. Blau, gelb, lila, schwarz-weiß  sind  eher unterrepräsentiert, es passt für mich auch nicht wirklich in mein Umfeld, das eher von Naturtönen dominiert ist. Oft erwische ich mich auch dabei, dass ich Stoffe kaufe, die dann eigentlich zu schade zum zerschneiden sind (zum  Beispiel Stoffe von Tim Holtz). Neuerdings entdecke ich auch Unistoffe, bisher waren es eher fast-Unistoffe, wie die Serie Krystal von Michael Miller, die mich eher angesprochen haben.

Was ich gar nicht mag, ist Färben. Ich habe es mehrfach versucht, aber es gibt so viele schöne Stoffe und mir ist das Ergebnis einfach zu unberechenbar und außerdem mag ich dieses „Gematsche“ einfach nicht.


Ich hoffe, meine Vorstellung hat euch gefallen. Falls ihr mehr von mir sehen möchtet, freue ich mich auf euch auf meinem Blog spin-kreativ.blogspot.com/  oder bei   Instagram – dort findet ihr mich unter @spinkreativ.




19.10.2017

Nähnadel ist nicht gleich Nähnadel

Nähmaschinennadeln sind ja so eine Geschichte für sich.... Aber mal von vorne:

An Anfang meiner Nähzeit habe ich (Judith) die vom Hersteller eingesetzte Nähmaschinennadel immer verwendet bis sie abbrach und dann einfach mit irgendeiner Neuen weitergenäht. Wie lange eine Nadel spitz und scharf ist, welche Stärke sie hat, das war mir erstens unbekannt und zweitens auch weniger wichtig. Hauptsache Nähen und Freude dabei haben.



Doch irgendwann begann ich mir Gedanken zu machen. Denn mal war der Stich nicht sauber, es zog sich der Stoff zusammen und beim Aufbügeln der Nähte sag man die Nähte unschön hervorstechen. Und nicht alles lässt sich mit Oberfadenspannung und erneutem Einfädeln korrigieren. Doch vieles Fragen, Üben und Lesen zahlt sich irgendwann aus.

Inzwischen weiß ich so einiges über Garn, Stoff und was die Nähmaschinennadel so damit zu tun haben. Unter anderem wechsel ich nach jedem Quilt die Nadel, ja ich werfen sie dann weg. Aber ich erinnere mich irgendwo gelesen zu haben und May hat so etwas auch schon erwähnt- nach sechs Stunden sollte man die Nähmaschinennadel wechseln um weiterhin ein zufriedenstellendes Ergebnis zu haben. und seien wir mal ganz ehrlich, eine neue Nadel kostet jetzt nicht die Welt. Das Auftrennen einer unsauberen Naht ist wiederum viel ärgerlicher und kann dem schönen Stoff (der meist bedeutend mehr gekostet hat), einen wesentlich größeren Schaden zuführen.

Nun aber ans Eingemachte....

Es gibt Nähmaschinennadeln in den Größen 70/10, 80/12, 90/14. Das sind meine meistgenutzten Größen. Ich verwende sie für ganz unterschiedliche Zwecke, aber grundsätzlich nur für Webware.

70/10 für sehr dünnen Faden, auch hier wird mit bestimmten Kürzeln die Fadendicke angegeben. 70/10- Nadeln sind super für 80wt- Garne (bei Aurifil kommen sie auf Holzspulen daher) geeignet. Das Öhr der Nadel ist klein und so kann der Faden nicht so darin herum hopsen, dickeren Garnen wird es hier jedoch schnell zu eng und sie reiben zu sehr an den Öhrrädern.
Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich mit 70er Nadeln und einem 80wt- Garn besonders die feinen Art Gallery- Stoffe wunderbar vernähen lassen ohne das nach dem Aufbügeln der Naht die Stichabstände sichtbar werden. 

80/12 ist für mittleres Garn. 50wt ist hier die entscheidende Nummer (das sind zum Beispiel die orangefarbenen Spulen von Aurifil). Damit nähe ich einfach alles zusammen, was normale "Webware" und Patchworkstoffe sind, außer den bereits erwähnten Art Gallerys. Somit ist eine 80er Nadel hier am häufigsten im Einsatz. Denn nicht nur vernähe ich vorwiegend Webware, ich benutze auch Garne der Stärke 50wt am häufigsten.



90/14 ist bei mir die Nadel für herkömmliches Allesnähergarn- typischerweise ist dieses Garn aus Polyester. Diese Garne sind meist dicker und da passt hier alles am besten. Außerdem verwende ich die Nadeln dieser Stärke auch zum Quilting, am liebsten mit Garn in der Stärke 40wt (grüne Spule bei Aurifil)







100/16 ist eine bei mir sehr missachtete Nadelstärke. Ja sie bietet sich hervorragend für die Arbeit mit Canvas und anderen Wohntextilien an. Auch bei der Arbeit an einer Tasche kann eine solch starke Nadel hilfreich sein. Ich verwende alternativ aber gerne Jeansnadeln, die hier ebenfalls tolle Ergebnisse erzielen und mehrere Zwecke erfüllen können. Wenn ich diese Nadelstärke doch mal verwende, dann meist in der Kombination mit Allesnähergarn, sprich Polyester.


Aber die Nadelnummern sind nur ein Kriterium... da gäbe es noch die unterschiedliche Bezeichnung auf der Verpackung.. Universal und Topstitch. Mmmhhhh, universal erklärt sich ja quasi fast von selber. Die Nadel ist universal für jeden gewebten Stoff zu verwenden.
Topstitch - auch Nachstich- Nadeln genannt, haben eine besonders scharfe Spitze und es gibt sie in allen oben bereits vorstellten Nadelstärken. Sie sind hervorragend zum Quilten, Sticken und beim Steppen durch mehrere Lagen geeignet. Ich verwende nur Topstitch- Nadeln fürs Quilten. Bevorzugt von der Firma Superior oder Organ, denn diese Nadeln sind zusätzlich titanbeschichtet und besonders haltbar. Einen interessanten Beitrag dazu gibt es auf dem englischsprachigen Berninablog.

 
Jetzt haben wir schon eine ganze Menge über Nähmaschinennadeln gelernt. Doch es gibt immernoch ein ABER.
So sind nämlich einige Stoffe beim Vernähen mit diesen Nadeln ausgeschlossen, wie etwa Jerseystoff/ Strickstoff, sehr feine Blusenstoff/ fließende Stoffe, Leder und Jeans. 
Plant man die Verarbeitung einer dieser Stoffe, so sollte man beim Nadelkauf auf der Verpackung auf die jeweilige Bezeichung schauen. Dort steht dann nicht Universal oder Topstitch, sondern etwa Jersey, Microtex (feine Stoffe), Leder oder Jeans.

Es gibt auch Nadeln mit der Bezeichnung "Anti- Glue". Diese sind für die Verarbeitung nach der Verwendung von Sprühkleber, Style-fix gedacht. An ihnen bleiben die Kleberückstände nicht kleben und es lässt sich trotz der Kleberverwendung gute Nähte erzielen.

Außerdem in meinem Nadelfundus- die "Metallic"- Nadel. Sie soll bei der Arbeit mit Metallicgarnen vor Fadenbrüchen schützen und alle Nadeln dieser Packung sind mit der Stärke 90/14 angegeben. Garn und Nadeln liegen seit dem vergangenen Winter ungebraucht hier. Ich werde beizeiten berichten.



Noch ein Tipp am Rande. Manche Hersteller kennzeichnen ihre verschiedenen Nadelstärken und Verwendungszwecke mit farblichen Markierung auf der Nadel. Wie etwa die Firma Schmetz.
Mit diesem Nadel- Code gibt es alles auf einen Blick.

Eine schlaue Lösung, denn mal ehrlich, wer kann abends trotz gutem Licht die eingravierte Zahlenkombination auf seiner Nadel noch lesen????

Alles Liebe

Judith und die