30.01.2020

Free Motion Quilting mit Linealen

Letztes Jahr hatten wir ja die Auflage keine neuen Stoffe zu kaufen, nur Hintergrundstoffe. Und wir sind auch nicht verreist. Daher müssten wir doch Unmengen an Geld gespart haben, oder?

Nein, leider nicht. Ich für meinen Teil habe das gesparte Geld umgehend in neue Lineale investiert. So groß war der Drang sich doch was Gutes zu gönnen. Dabei hatte ich schon ein Schublade voll davon zu Hause; 90% davon noch nie benutzt. Nun gut, es kamen etwa 15 neue dazu und über diese neuen möchte ich heute berichten. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen.

Ich war schon oft bei FMQ-Workshops dabei, aber so richtig glücklich wurde ich nicht. Wenn es hieß eine gerade Linie zwischen zwei Punkten zu nähen, hörte es sich nicht so wirklich schwierig an. Aber das Ergebnis war zum Weglaufen! Üben sollten wir, auf Papier und Stoffresten. Nun gut, für mich hat es nicht funktioniert. Gleichzeitig Richtung und Geschwindigkeit hinzukriegen ist nicht so leicht. Ich war nur noch frustriert und habe die fertigen Quilttops auf einander gestapelt.





Umso interessanter fand ich die Erkenntnis, dass man mit der normalen Nähmaschine mit Linealen arbeiten kann. Ein bisschen skeptisch war ich schon, zumal mir erzählt wurde, dass die Lineale wegrutschen. Es hieß, es würde nicht funktionieren.

Nun gut, irgendwann habe ich endlich den passenden Fuß für meine Bernina 550QE gekauft. Für das Nähen mit Linealen braucht man einen besonderen Fuß; am Besten erkundigt ihr euch direkt beim Händler welcher es sein soll. Dieser Fuß ist nicht günstig; ich habe so um die 90 $ auf der Quitcon in Pasadena bezahlt.



Und jetzt die Lineale. Hier muss man aufpassen wie hoch der Rand am Fuß ist. Es gibt s. g. Lowshank-, Highshank- und Longarmlineale. Meine Bernina braucht Highshank-Lineale. (Im Internet steht was anderes, also aufpassen) Sie sind 1/4" hoch und aus klarem Plastik gemacht. Es gibt inzwischen Unmengen davon, für jeden erdenklichen Zweck. Manche haben schon Antirutschpunkte hinten, andere nicht.

Diese ABS-Punkte kann man in Tüten kaufen; es lohnt sich auf jeden Fall dafür ein bisschen Geld zu investieren.

Nun die Lineale. Ich habe welche von Angela Walters, von Sew kind of Wonderful, Grace (Leah Day), Westalee, Quiltersgroove (Lisa H. Calle) und Piece and Quilt (Natalia Bonner). Ausprobiert habe ich sie noch nicht alle, aber ich würde gerne über meine Erfahrungen erzählen.

Zuerst; es lohnt sich auf die Größe des Lineals zu achten. Wenn das Lineal zu groß ist, kann man nur schlecht damit hantieren.





Die Lineale von Angela Walters sind klein und handlich. Vor allem haben sie auf der Rückseite ABS-Punkte. Aber ehrlich gesagt arbeite ich nur mit Slim. Das ist ein langer, gerader Lineal. Es gibt klare Markierungen, wenn man Abstände einhalten möchte. Die anderen fünf funktionieren bei mir noch nicht. Die Kurven waren alles andere als schön, aber das ist reine Übungssache, wie alles im Leben.




Begeistert bin ich von den Linealen von Sew kind of Wonderful.Sie werden in Zweierpack passend zum Quick Curve Ruler, groß oder klein, verkauft. Mit diesen Linealen kann man wunderbar die Linien vom Muster nachziehen. Sie sind klar strukturiert und handlich. Kleines Manko; die Klebepunkte fehlen.








Begeistert bin ich auch vom Circles on Quilts von Westalee. Die Lineale kommen in Zweierpack und zwei Heftstifte sind dazugelegt. Die Stifte werden durch den Stoff und am unteren Ende des Lineals gesteckt und das Lineal kann dadurch nicht rutschen. Man bewegt das Lineal um den Stift herum und bekommt perfekte Zirkel. Eine andere Alternative sind fertige, runde Lineale. Aber die machen eigentlich nur Sinn, wenn man bei einem bestimmten Größe bleiben möchte.



Über die anderen Lineale kann ich noch nichts sagen, da ich sie noch nicht ausprobiert habe.

Mein Resümee: es lohnt sich in einem neuen Quiltfuß und ein paar vernünftige Lineale zu investieren. Aber man brauht bestimmt nicht alles was man so findet. Selbstverständlich schreibe ich hier nur über meine eigenen Erfahrungen; bezahlt wurde weder ich noch die anderen dafür nicht.

Liebe Grüße

Eure May und die



23.01.2020

Round Robin Wochenende ich Babenhausen

Am vergangenen Wochenende habe ich mich mal wieder aufgemacht um eine Reise zu tun... Diesmal ohne jegliche Unterstützung durch meine MCQ Mädels. 

2018 hatte ich ja bei dem RoundRobin Germany mitgemacht. 
12 Damen haben sich auf ein großes Abenteuer eingelassen und an 12 verschiedenen Reisequilts mitgenäht. 
Sandra hatte zu Beginn der Aktion einen schönen Post geschrieben klick

Jetzt war es endlich soweit. 
Das bereits Mitte 2019 geplante Treffen fand statt und ich habe die meisten der Mädels endlich persönlich kennen gelernt. 
Zu Beginn des Abenteuers / der Reise kannte ich  Sandra, Heidi, Ulli B. und Andrea C. persönlich
Die übrigen Teilnehmerinnen,  


kannte ich bislang 'nur' virtuell. 
Einige der Mädels konnten leider nicht kommen und so gibt es höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr wieder ein Treffen, in der Hoffnung dann alle zusammen zu bringen und alle Quilts fertig zu haben und zeigen zu können. 

Hier ein Gruppenfoto vom ersten Abend. 
Gesine, Ulli B., Ulli M. Andrea C., Heidi, ich und Sandra
Wir wurden gut versorgt, hatten eine Menge Spaß und wirklich viele Lacher. Genauso gab es aber auch ruhige Momente in denen jede konzentriert vor sich her gearbeitet hat. 
Es wurde gefachsimpelt und Erfahrungen wurden ausgetauscht. 
Und.... unglaublich aber wahr eine kleine Sporteinheit stand auch auf dem Programm. Wer den boykottiert hat, könnt ihr euch denken, oder?! 

Noch während es etwas Tageslicht an einem ziemlich grauen Wochenende gab, nutzen wir das wenige Licht und das Treppenhaus des Hotels zum Präsentieren unserer Schmuckstücke. 

Es sind nämlich wirklich ganz tolle Quilttops entstanden!


Gesine's For the love of Sewing Quilt 

Bettina's Sternenhimmel in schwarz/weiß mit rotem Akzent

Birgit's Mathequilt

Ulli M.'s Flying Geese in türkis und aqua


Sandra's 12 Places to be Quilt

Ulli B.'s Sprüchequilt

Andrea's Bauhausquilt Vorderseite 


Bauhausquilt Rückseite 

Mein pastelliger Love to sew Quilt



Die eine oder andere von uns hat bereits einen fertigen Quilt daraus gemacht. 
Andere haben die Tops noch liegen und warten noch auf den richtigen Moment zur Fertigstellung.  

Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass es ein ganz besonderes Top ist, dass auch in der Fertigstellung besonderes Augenmerk und Können verdient. Daher schiebe ich es nun schon sehr lange vor mir her aus dem wunderschönen Top einen fertigen Quilt zu machen. 'Gut Ding will Weile haben´, oder wie heißt es so schön? 
Das vergangene, gemeinsame Wochenende hat aber definitiv zu meiner Motivation beigetragen.

Es ist immer wieder eine schöne Erfahrung, virtuelle Bekanntschaften auch mal im  wirklichen realen Leben zu treffen, sich auszutauschen und über das schönste Hobby der Welt zu klönen.  


Natürlich durfte eine Wichtelrunde nicht fehlen. 
Jede von uns hat eine DevonPouch genäht, zusammen mit einer kleinen Süßigkeit in Zeitungspapier verpackt und dann wurde gewürfelt. Wer eine 6 würfelte, nahm sich ein Päckchen vom Tisch. Am Ende waren alle selig mit ihren neuen Täschchen. 






Ich hoffe, euch einen Einblick ins erste Nähwochenende des Jahres 2020 gegeben zu haben. 

Wie oben schon geschrieben war es ein richtig schönes, harmonisches und  motivierendes Wochenende mit den Mädels. Es hat richtig gut getan. Danke euch dafür.
#quiltyfriendsarethebest

Herzliche Grüße, 

Alex. und die
 















16.01.2020

Scrappy happy vol.1

Es sind ein paar Wochen seit der Ankündigung unseres Jahresthemas ins Land gegangen. Nähreiche Wochen.
In diesen Wochen war ich (Judith) nicht untätig und habe meinen Unmengen an Scraps die Chance gegeben zu glänzen.
Aktuell füllen meine (unsortierten) Scraps eine komplette Schublade. Bevor ich mich dem Wahnsinn hingebe und diese Schublade von neu auf sortiere, dachte ich, wäre es sinnvoller zuerst einmal etwas an der Oberfläche liegendes wegzunähen...

In diese Fall war das ein riesiger Berg Bonnie& Camille Scraps, und auf den ersten Blick eine Menge Rot, liebliche rote Muster. Mein Gedanke- rot ist eh nicht deine Farbe, die können weg und wenns blöd wird, dann tut es wenigstens nicht weh.
Gesagt getan, habe ich die Scraps wahrlos aneinander genäht und mich voll ins Thema gestürzt.

Einfach Scrap für Scrap irgendwie aneinander nähen wobei From und Größe, sowie Matching Seams keine Rolle spielen, dabei kam die Tiefenentspannung und mit ihr die Idee, mal meine Quiltbücher zu durchforsten, wofür ich die feinsäuberlich zusammengebrachten Scraps wieder zerschneiden könnte.



Entschieden habe ich mich für einen Stern aus 60° Grad Dreiecken, schnell geschnitten, schnell zusammengenäht, hey ein erstes (Mini)Quilttop steht und ein Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr quasi auch.



Danach waren noch Tagen und Stunden bis zu diesem Post übrig, also habe ich noch ein paar Reste- Dreiecke von einem Quilt aus 2017 in HSTs verwandelt und Kissenhüllen genäht. Sie wurden bereits als Geburtstagsgeschenke zum runden Geburtstag verschenkt. Beim Geburtstagskind wohnt auch der entsprechende Quilt. Passende Scrapverwertung also.




Als ich dann vergangene Woche Mays Ufopost las, hatte ich dann einen leichten Rappel und habe mal meine UFOs gesichtet. Ein Projekt passte hervorragend zu scrappy happy...



Das Jahresthema macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, ich bin gespannt, was mir dieses Jahr noch in den Sinn kommt.

In diesem Sinne- scrappy happy- wir lesen uns

Judith und die